Erstellt am 25. August 2011, 07:51

Spielanbieter Lottelo im Rennen um Lotterielizenz. Der dritte von vier Bewerbern für die heiß begehrte österreichische Lotterielizenz hat sich geoutet. Neben den Österreichischen Lotterien und dem Internetwettkonzern bet-at-home hat auch der SMS-Spielanbieter Lottelo offiziell im Finanzministerium Interesse angemeldet. Firmengründer Daniel Goldscheider bestätigte der APA entsprechende Branchengerüchte.

Der dritte von vier Bewerbern für die heiß begehrte österreichische Lotterielizenz hat sich geoutet. Neben den Österreichischen Lotterien und dem Internetwettkonzern bet-at-home hat auch der SMS-Spielanbieter Lottelo offiziell im Finanzministerium Interesse angemeldet. Firmengründer Daniel Goldscheider bestätigte der APA entsprechende Branchengerüchte.

"Ja, Lottelo hat sich um die Lizenz beworben", sagte der in der Schweiz lebende Jungunternehmer. Darüber hinaus könne er aber keine Informationen geben, da es sich bei der Konzessionsvergabe um ein geheimes Verfahren handle. Lottelo war im Jänner 2010 in Österreich an den Start gegangen, geriet aber sogleich ins Visier von Konsumentenschutz und Finanz - und musste seinen Betrieb einstellen. Es ging um die Frage, ob das SMS-Spiel unter das damals herrschende Glücksspielmonopol des Bundes fiel.

Die Idee hinter Lottelo: Die Teilnehmer können selbst nicht gewinnen. Man schickt die Handynummer eines Freundes an eine Mehrwertnummer (70 Cent pro SMS). Wenn die Nummer gezogen wird, winkt dem Freund 1 Mio. Euro. Die Gewinnchance war freilich mit 1:12 Mio. noch geringer als bei Lotto "6 aus 45".

Der seinerzeit im Finanzministerium für Glücksspiel zuständige ÖVP-Staatssekretär Reinhold Lopatka war der Meinung, dass Goldscheider dafür eine Glücksspielkonzession gebraucht hätte. So strengte das BMF gegen Lottelo ein zivilrechtliches und ein strafrechtliches Verfahren an. Auch der Verein für Konsumenteninformation verklagte das Startup wegen unlauteren Wettbewerbs. Mittlerweile hat Lottelo alle drei Verfahren für sich entscheiden können.

Große Chancen, den Zuschlag für die Lotterielizenz zu bekommen, werden Lottelo in der Branche nicht eingeräumt. Auch die Bewerbung von bet-at-home gilt als wenig aussichtsreich.