Erstellt am 20. März 2013, 12:51

Sportsponsoring in Österreich 655 Mio. Euro schwer. Der stark von Saisonalität mit Spitzenwerten in den Wintermonaten geprägte Sport-Sponsormarkt ist nach dem Bruttowerbewert im Vorjahr in Österreich 655 Mio. Euro schwer gewesen.

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488 Mio. Euro oder rund drei Viertel der Gesamtsumme entfielen auf das Fernsehen, 167 Mio. Euro oder rund ein Viertel auf die Printmedien; Online wurde nicht erhoben.

Im Vergleich dazu war der klassische Werbemarkt im Vorjahr brutto 2,55 Mio. Euro schwer, erklärte Klaus Fessel bei der erstmaligen Präsentation der "Sponsorfocus Jahresbilanz" für das vergangene Jahr. 306 Mio. Euro, 47 Prozent der Sponsormarkt-Gesamtsumme, stammte aus Events im Inland, 349 Mio. Euro oder 53 Prozent von Veranstaltungen im Ausland. "Ohne das Sportsponsoring als Motor würde es viele Sportarten nicht geben", sagte Fessel. Vereine, ganze Regionen würden profitieren.

Die höchsten Sponsorwerte erzielten Audi (18,9 Mio. Euro), die Generali Versicherung (13,4 Mio. Euro) und Red Bull (13,2 Mio. Euro) gefolgt von der Raiffeisen Zentralbank (10,0 Mio. Euro). "Die Top-21-Sponsormarken stehen für insgesamt 22 Prozent des gesamten Sponsorwerbewertes", so Fessel.

Die Saisonalität des Sponsorwerbemarkts im Vorjahr zeigt, dass Österreich eine Wintersportnation ist: Dezember und Jänner waren die Monaten mit den jeweils höchsten Bruttowerbewerten im Sponsoring. Der Jänner mit Skirennen wie über die Streif in Kitzbühel machte alleine 134,5 Mio. Euro aus, der Dezember immerhin 104,9 Mio. Euro. Februar, März und November lagen zwischen 66 und 69 Mio. Euro. Die Sommermonate schwächelten im Vergleich bei Summen von rund 25 bis 40 Mio. Euro. Der Juni war mit der Fußball-EM in Polen und der Ukraine ein positiver Ausreißer mit 39,5 Mio. Euro.

Beim Vergleich des Stellenwertes der Sportarten entfielen 55,5 Prozent auf den Wintersport, 28,8 Prozent auf den Fußball und lediglich 15,7 Prozent auf alle anderen laut Fessel 70 Sportarten. Weiter zerdröselt machte der Alpine-Skisport 29,1 Prozent aus, Fußball von der heimischen zweiten Liga bis zur Champions League und EM 28,8 Prozent. Skisprung kam auf 16 Prozent, die Formel 1 auf 9,7 Prozent. Eishockey machte immerhin noch 6,7 Prozent aus; Tennis zum Vergleich nur 0,6 Prozent.