Erstellt am 16. August 2011, 16:31

Spritpreis-Datenbank noch nicht abrufbar. Der Baustellensommer betrifft auch die angekündigte Spritpreis-Datenbank. Wegen Überlastung ist die Online-Spritpreissuche noch nicht benutzbar, obwohl die Veröffentlichung von der Energie-Regulierungsbehörde E-Control für Dienstagvormittag angekündigt worden war. Als Ursache vermutet die E-Control zu große Nachfrage oder einen Hackerangriff.

Der Baustellensommer betrifft auch die angekündigte Spritpreis-Datenbank. Wegen Überlastung ist die Online-Spritpreissuche noch nicht benutzbar, obwohl die Veröffentlichung von der Energie-Regulierungsbehörde E-Control für Dienstagvormittag angekündigt worden war. Als Ursache vermutet die E-Control zu große Nachfrage oder einen Hackerangriff.

"Die Server haben Kapazitäten für 1.000 Zugriffe pro Sekunde", sagte Johannes Mayer von der E-Control zur APA. Ob die Überschreitung dieser Kapazität an der hohen Nachfrage oder an einem Hackerangriff liege, werde momentan intern von Experten analysiert.

Die Mineralölunternehmen stehen der Spritpreisdatenbank "grundsätzlich neutral" gegenüber, trotz "geäußerter Bedenken". Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) teilte in einer Aussendung mit, dass man sich an die neuen Regelungen halten werde und zu einer "gesetzeskonformen Umsetzung" stehe. Mit dem Online-Spritrechner werde Neuland beschritten, Konsumenten, deren Verbände und die Politik seien daher angehalten, bei Startschwierigkeiten "Verständnis zu zeigen".

Seitens der Arbeiterkammer gab man sich erfreut, dass die Datenbank "endlich" umgesetzt werde. In einer Aussendung wurde die Befristung bis 2013 kritisiert, zudem fordert man von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V), den Treibstoffmarkt durch die Bundeswettbewerbsbehörde untersuchen zu lassen.

Als ein "teures, unnützes, bürokratisches Machwerk" empfindet RfW-Bundesobmann Fritz Amann die Spritpreis-Datenbank. Die Internetseite, die Autofahrern einen Spritpreisvergleich im Internet ermöglicht, sei eine "Beschäftigungstherapie für Tankstellenbetreiber". Amann forderte in einer Aussendung die Einführung einer "Flexi-Klausel" nach dem Vorbild Luxemburgs, die bei steigendem Rohölpreis eine niedrigere Besteuerung bringt.