Erstellt am 21. Dezember 2012, 12:17

Spritpreise erreichten heuer Rekordhöhe. "Das Jahr 2012 war das teuerste Spritjahr in der Geschichte", so Arbeiterkammer-Energie-Experte Dominik Pezenka. Im Jahresdurchschnitt kostete Diesel 1,410 Euro pro Liter, Eurosuper 1,450 Euro pro Liter.

Im Vergleich zum Jahr 2011 entspreche das bei Diesel einem Anstieg um 6,0 Prozent, bei Eurosuper um 6,7 Prozent, ergab eine AK-Treibstoffpreisanalyse bei rund 1.500 Tankstellen in Österreich.

Einer Pendlerin, die Eurosuper tankt, kam der Arbeitsweg laut AK-Berechnungen heuer um rund 150 Euro teurer zu stehen als im Vorjahr. Wer heuer im Schnitt 15.000 km mit dem Auto gefahren ist, musste fürs Tanken um etwa 100 Euro mehr ausgeben als 2011. "Besonders dramatisch: bereits das Jahr 2011 übertraf preislich alles bisher da gewesene", so die Arbeiterkammer.

Angesichts der Höchstpreise an den Zapfsäulen fordert AK-Präsident Herbert Tumpel die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) auf, "rasch ihre angekündigten Untersuchungsergebnisse zum Mineralölmarkt in Österreich" vorzulegen. "Das Jahr ist fast um und wir warten noch immer auf die Marktuntersuchung der Bundeswettbewerbsbehörde - das muss schneller gehen", so Tumpel am Freitag.

Darüber hinaus müsse den "preistreibenden Spekulationen" von der Politik ein Riegel vorgeschoben werden und eine Beweislastumkehr auch für die Mineralölbranche umgesetzt werden - wenngleich der Nationalrat dieser bereits eine Abfuhr erteilte. Mit der Beweislastumkehr müssen Unternehmen beweisen, dass ihre Preise sachlich gerechtfertigt sind.

Grundsätzlich rät die Arbeiterkammer, Preise zu vergleichen. Allein im ersten Bezirk in Wien finde man innerhalb weniger hundert Meter Preisunterschiede von rund 14 Cent pro Liter an den Zapfsäulen. Vorm Tanken an Autobahntankstellen raten die Konsumentenschützer ab. Dort sei der Sprit deutlich teurer als an einer Straßentankstelle.

Innerhalb Österreichs ist Tanken in Tirol am teuersten. Laut AK-Treibstoffanalyse liegt der Spritpreis dort um fünf Cent über dem Österreich-Durchschnitt.