Erstellt am 29. Juli 2011, 11:53

Starbucks-Austro-Tochter nun voll in US-Hand. Die börsenotierte US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks hat die vollständige Kontrolle über ihre Töchter in Österreich und der Schweiz. Die Starbucks Coffee Company kaufte nämlich per 7. Juli ihrem griechischen Partner Marinopoulos Holding, mit der sie bisher in einem 50:50-Joint-Venture die Anteile an Starbucks Coffee Switzerland und Starbucks Coffee Austria gehalten hat, ihre Anteile ab.

"Mit einer eigentümergeführten Struktur in Österreich und der Schweiz wird Starbucks in der Lage sein, die momentane regionale EMEA (Europa, Nahost und Afrika) Infrastruktur, Systeme und das Know-how anzukurbeln", hieß es in einer Unternehmensaussendung am Freitag. Wie viel der Konzern für die Anteile hingeblättert hat, wurde nicht bekanntgegeben. Die Marinopoulos Holding bleibe Geschäftspartnerin von Starbucks, werde weiterhin die Läden in Griechenland, Zypern, Bulgarien und Rumänien betreiben.

Starbucks hat im dritten Geschäftsquartal vor allem in den USA mehr Kunden in die Filialen gelockt. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro), der Gewinn zog sogar um 34 Prozent auf 279 Mio. Dollar an, wie der Konzern in der Nacht zum Freitag mitteilte. Für Österreich, wo Starbucks seit zehn Jahren vertreten ist und 12 Kaffeehäuser betreibt, wollte man auf APA-Anfrage in Wien keine aktuellen Zahlen bekanntgeben. 2009 hatte die Starbucks Coffee Austria GmbH bei einem Umsatz von 11,2 Mio. Euro noch Verluste geschrieben: Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) belief sich laut FirmenCompass auf -889.267 Euro, der Bilanzverlust betrug 10,5 Mio. Euro.