Erstellt am 19. Juli 2017, 08:47

von APA Red

Tourismus im Burgenland: Camping gewinnt an Bedeutung. Camping gewinnt für den Tourismus im Burgenland an Bedeutung. Im Vorjahr konnte bei den Ankünften ein Anstieg von über 27 Prozent zum Vergleichszeitraum vermerkt werden.

Symbolbild  |  Krivosheev Vitaly/Shutterstock.com

Bei den Nächtigungen im Burgenland lag der Anteil der Campingplätze bei über elf Prozent, teilte Michael Haas, Referent für Tourismus im Büro von Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ), mit.

Insgesamt wurden im Bereich des Camping im vergangenen Jahr 117.703 Ankünfte und 348.189 Übernachtungen gezählt. Mit einem Plus von 25.326 Ankünften wuchsen die Campingplätze zahlenmäßig fast so stark wie die Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie mit einem Plus von 25.537 Ankünften (+5,1 Prozent). Hintergrund ist, dass Camping auch international wieder im Trend liegt.

Insgesamt 21 Campingplätze kann das Burgenland seinen Besuchern aufwarten, zu den beliebtesten zählen jene in Podersdorf, Andau (beides Bezirk Neusiedl am See) oder Rust (Bezirk Eisenstadt Umgebung). Die Saison geht je nach Wetter von April bis Oktober. Die höchste Belegung findet sich klarerweise in den Sommermonaten. Etwa 47 Prozent der Ankünfte sind laut Haas im Juli und August zu verbuchen.

Gut drei Viertel der Camper stammen aus Österreich. Sie verweilen durchschnittlich rund drei Tage im Burgenland und damit etwas länger als die Gäste in den Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Hier beträgt die durchschnittliche Verweildauer nur 2,7 Tage.

Als Konkurrenz zu den Hotels werden die Campingplätze dennoch nicht gesehen. "Es stellt für eine bestimmte Gästeschicht eine Alternative bzw. Abwechslung zum klassischen Hotelurlaub dar", so Haas. Profiteur sei vor allem die regionale Wirtschaft, denn die Camper würden ihr Geld gerne beim Bäcker, Fleischer oder im Kaffeehaus ausgeben.

Im Vergleich zu den Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie spielen die Campingplätze dennoch eine eher untergeordnete Rolle. Mit über 523.000 Ankünften und 1,412 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 entpuppten sich die gehobenen Beherbergungsbetriebe als die größten Gästemagneten. Die teuren Hotels generierten somit fast die Hälfte aller Nächtigungen im Burgenland.

Die großteils in der Nähe von Thermen angesiedelten Betriebe beherbergen vor allem Gäste aus Österreich, Deutschland, Ungarn, der Schweiz und der Slowakei. Für Haas bedarf es punktuell durchaus noch weiterer Betten. "Auch ist eine Qualitätssteigerung bei den bestehenden Betten erforderlich", so der Tourismusreferent.