Erstellt am 19. März 2013, 12:06

Start für Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung. Im Burgenland können sich Bürger schon bald an der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Gemeinde-Dachflächen beteiligen.

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Nach eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit wurde heute, Dienstag, ein Pilotprojekt gestartet, bei dem vorerst 15 Kommunen quer durch alle Landesteile mitmachen.

Die 15 Gemeinden stellen öffentliche Dachflächen - etwa bei Schulen, Kindergärten oder Bauhöfen - zur Verfügung, erläuterte Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (V) vor Journalisten in Eisenstadt. Bürger können Anteile im Wert von mindestens 1.000 Euro zeichnen. Während der 13-jährigen Laufzeit erhalten sie eine jährliche Rendite von 2,5 Prozent. "Nach 13 Jahren bekommt der Bürger, der sich beteiligt, auch sein Kapital wieder zurück", so Steindl.

In fünf Gemeinden wurden bereits Bürgerversammlungen durchgeführt, die anderen sollen folgen. "Die Gemeindebudgets werden nicht belastet, sondern das ist ein Projekt, das selber läuft", so Steindl. Abgewickelt werde es durch das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing. Die Gemeinden hätten damit auch eine Vorbildfunktion im Burgenland.

Jede der vorerst 15 Anlagen soll pro Jahr rund 20.000 Kilowattstunden (kWh) Strom liefern. Somit könnten bei einer Gesamtleistung von 300 kWh rund 100 Haushalte mit Strom versorgen, erläuterte Steindl. Im Idealfall könne man in allen 171 Gemeinden des Burgenlandes Photovoltaikanlagen errichten und über Bürgerbeteiligung finanzieren.

Auch die Landeshauptstadt Eisenstadt beteiligt sich an dem Pilotprojekt. Die Photovoltaikanlage soll am Feuerwehrhaus errichtet werden. "Hier sind schon die technischen Abnahmen erfolgt", sagte Bürgermeister Thomas Steiner (V). In den nächsten Wochen soll eine Informationsveranstaltung stattfinden.