Erstellt am 25. Juni 2013, 16:18

Startschuss für Betriebsversammlungen gefallen. Bei der zweitägigen Versammlung des gesamten Zentral-Betriebsrats der Alpine Bau GmbH mit 50 Alpine-Mitarbeitern und 20 Experten werden 30 weitere Betriebsversammlungen geplant.

Bei diesen ist es dann das Ziel "sämtliche offenen Forderungen der 4.905 Mitarbeiter gegenüber dem Insolvenzfonds in den kommenden Wochen schriftlich aufzunehmen", so der Chef der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch. Der Zentralbetriebsrat tage auch noch am Mittwoch in einem Seminarhotel am Semmering. Die Experten, die der Versammlung beiwohnen, sind unter anderem vom Arbeitsmarktservice (AMS) und von der Insolvenzabteilung der Arbeiterkammer, so Muchitsch.

Insgesamt gebe es "unzählige Anfragen beim Alpine-Masseverwalter betreffend die Übernahme von Baustellen. Vor allem sind aber auch die möglichen Länderlösungen in Prüfung des Masseverwalters", so der Gewerkschafter.

Die Großbaustelle Wiener Hauptbahnhof ist nach Angaben der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von der Insolvenz des Baukonzerns Alpine nicht betroffen. "Am Hauptbahnhof wird jeden Tag weitergebaut", erläuterte ÖBB-Sprecher Michael Braun. Die Alpine Bau sei am Hauptbahnhof in einem Konsortium mit den Baukonzernen Strabag, Porr sowie Pittel & Brausewetter beteiligt.

Da es über die Bauleistung eine Solidarhaftung gebe, müssen die anderen Konsortialpartner entsprechend einspringen. Die anderen Baufirmen seien bereits von den ÖBB angeschrieben worden, dass diese Vertragsklauseln angewendet werden.