Erstellt am 28. Februar 2011, 13:52

Startschuss für Innovationsoffensive. Rund 50 Mio. Euro stellt das Land Burgenland in den kommenden Jahren für eine ab 1. März laufende Innovationsoffensive zur Anhebung der "F&E-Quote" zur Verfügung.

Ziel der Landespolitik ist es, bis 2020 die Forschungs- und Entwicklungsquote von derzeit 0,6 Prozent zu verdoppeln. Zu diesem Zweck wurden auch neue Förderrichtlinien erstellt: Künftig sollen innovationsfreudige Betriebe nicht nur finanziell, sondern auch mit Beratungsleistungen unterstützt werden.

Neben der Anhebung der F&E-Quote werden im Aktionsplan der Innovationsoffensive unter dem Motto: "Gute Idee, Burgenland" auch die Hebung der Standortqualität und die Annäherung bei allen relevanten Wirtschaftsdaten an das österreichische Mittelfeld angestrebt, erläuterte WiBAG-Vorstand Peter Schmitl am Montag bei der Präsentation in Eisenstadt.

Im Rahmen der Initiative sollen Unternehmer unterstützt werden, eine Idee bis zu einem fertigen Projekt zu entwickeln. Bei der Entwicklung wird dem Betrieb ein Innovationsberater zur Seite gestellt. Die zweite Förderschiene gilt der Umsetzung von bereits entwickelten Projekten. Die Förderhöhe kann von 30 bis 100 Prozent bei Inanspruchnahme eines Analyseschecks reichen.

Die WiBAG wird von ihrer Tochter Business & Innovation Centre (BIC) Burgenland bei den Förderberatungen unterstützt. Im Vorfeld der Innovationsoffensive wurden über 50 Unternehmen befragt, welche Anforderungen sie an ein Innovationsmodell haben, erläuterte BIC-Geschäftsführer Hans Lackner.

Die bei der BIC beschäftigten Innovationsmanager sollen für Unternehmen als erster Ansprechpartner in allen Fragen rund um Innovation, Forschung und Entwicklung fungieren, so Lackner. Zu den Aufgaben gehöre auch die Information über die Fördermöglichkeiten. Der Informationsmanager agiere als Schnittstelle zwischen den Unternehmen und den Fördereinrichtungen und bleibe während der gesamten Projektlaufzeit der Ansprechpartner für den Unternehmer. Die BIC hat derzeit drei Innovationsmanager im Einsatz. Um die Unternehmer für das Angebot zu interessieren, plane man rund 200 Betriebsbesuche.