Erstellt am 24. Januar 2013, 13:04

Steuerabkommen mit Liechtenstein bringt Millionen. Finanzministerin Maria Fekter hat am Donnerstagvormittag "mit großer Freude" ein mit Liechtenstein erzieltes Steuerabkommen verkündet.

Allerdings werde dieses in Österreich erst beim kommenden Ministerrat abgesegnet, danach werde sie nach Liechtenstein reisen, um das Abkommen zu unterfertigen.

Details blieb sie noch schuldig, "weil in Liechtenstein selbst noch verhandelt wird". Sie war sich aber sicher, dass Mitte 2014 einmalig "einige hundert Millionen Euro" nach Österreich fließen würden. "Es handelt sich um einen großen Beitrag zur Steuergerechtigkeit, sagte der zuständige Sektionschef Wolfgang Nolz.

Liechtenstein erhofft sich vom Abschluss eines Abgeltungssteuerabkommens und der Revision des Doppelbesteuerungsabkommens mit Österreich Rechtssicherheit für österreichische Kunden im Fürstentum. "Durch die Einigung unterstreichen wir auch einmal mehr unser unwiderrufliches Bekenntnis zu den einschlägigen OECD-Regeln", betonte Regierungschef Klaus Tschütscher am Donnerstag.

Details der Abkommen sollen am kommenden Dienstag bei der Unterzeichnung in Vaduz bekanntgegeben werden. Das Abgeltungssteuerabkommen "lehnt sich an die Vereinbarung zwischen Österreich und der Schweiz an", die am 1. Jänner 2013 in Kraft getreten ist und zur Besteuerung von österreichischem Schwarzgeld in der Schweiz beitragen soll.

Im Abkommen mit Liechtenstein werde nicht nur - vergleichbar zum Abkommen mit der Schweiz - Kapitalvermögen von Österreichern in Liechtensteins Banken erfasst, sondern zusätzlich Kapitalvermögen, die "von Vermögensstrukturen in Liechtenstein, insbesondere von Stiftungen, weltweit verwaltet werden", heißt es in der Aussendung. Auch die Eingangsbesteuerung bei Stiftungen und die Besteuerung von Zuwendungen an und von Stiftungen und anderen Vermögensstrukturen werden berücksichtigt.