Erstellt am 14. Juli 2011, 12:20

Stillstand bei Vermögensaufbau in Österreich. Beim Vermögensaufbau der privaten Haushalte ist es im ersten Quartal 2011 de facto zu einem Stillstand gekommen. Das Geldvermögen erhöhte sich nur geringfügig auf knapp 462 Mrd. Euro, teilte die Nationalbank mit. Geringes Interesse gab es bei Einlagen und Investmentfonds, beliebter waren Bankwertpapiere. Auch bei der Schuldenaufnahme hielten sich die Österreicher zurück.

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Die Nettoinvestitionen in Finanzanlagen haben sich im ersten Quartal gegenüber dem vierten Quartal auf 2,3 Mrd. Euro mehr als halbiert und waren stabil gegenüber dem Vorjahresquartal. Im vierten Quartal 2010 sorgten die Finanzinvestitionen mit 5,4 Mrd. Euro - nicht zuletzt aufgrund von Vorziehkäufen wegen der bevorstehenden Änderung der Besteuerung von Aktien-Kursgewinnen - für einen deutlichen Zuwachs im Vermögensaufbau.

Die Nettoschuldenaufnahme stieg im ersten Quartal nur um 0,2 Mrd. Euro. Nachgefragt worden seien vor allem Wohnbau- und Investitionskredite, Konsumkredite wurden per Saldo abgebaut. Bei den Fremdwährungskrediten sank der Aushaftungsstand wegen des temporären Rückgangs des Franken-Kurses zum Euro sowie anhaltender Tilgungen um 2 Mrd. auf 36,7 Mrd. Euro. Der Franken ist mittlerweile wieder stärker geworden: Ende März lag der Frankenkurs bei 1,3, derzeit sind es rund 1,16.

Konstant wichtig für den Vermögensaufbau blieben Lebensversicherungen und kapitalgedeckte Pensionskonten bei Pensionskassen. Die Ansprüche stiegen laut Nationalbank im ersten Quartal um 0,4 Mrd. Euro und in den vergangenen vier Quartalen um 2,6 Mrd. Euro.