Erstellt am 07. Juni 2011, 14:38

Strabag baut Autobahn in Rumänien. Der börsenotierte österreichische Baukonzern Strabag hat in Rumänien einen Auftrag zum Bau einer Autobahn im Wert von 166 Mio. Euro erhalten.

"Das ist der bisher größte Einzelauftrag für die Strabag im Verkehrswegebau in Rumänien", sagte der zuständige Strabag-Manager in Rumänien, Raimund Desalla.

Bei dem heute unterzeichneten Auftrag handelt sich um das Anschlussbaulos des bereits im November 2010 entstandenen Autobahnabschnittes zwischen den Ortschaften Deva und Orastie, das ebenfalls von der Strabag gebaut wird. Die Arbeiten umfassen den Neubau einer insgesamt 24 km langen vierspurigen Autobahn mit zwei Pannenstreifen und sollen im Sommer 2013 abgeschlossen sein. 98 Prozent der bei dem Projekt eingesetzten Arbeitskräfte sollen aus Rumänien selbst kommen, betonte Desalla. Finanziert wird der Auftrag zu 85 Prozent aus EU-Mitteln (European Funds POS-T), den Rest muss der rumänische Staat selbst finanzieren.

Die Strabag sieht in Südosteuropa - neben Russland - derzeit ihre größten Wachstumstreiber. "Das sind Länder mit einem sehr hohen Nachholbedarf", sagte Desalla. Rumänien sei zwar fast dreimal so groß wie Österreich, sein funktionierendes Autobahnnetz umfasse aber nur 360 km. Österreich habe hingegen 1.600 km Autobahnen. Insgesamt werde der Ausbau des rumänischen Autobahnnetzes 3,3 Mrd. Euro bis 2014 kosten, so Desalla. "Wir bewerben uns um alle Aufträge." In der genannten Summe seien nur die Autobahnen enthalten, betonte der Strabag-Manager, daneben gebe es aber auch zahlreiche Ausschreibungen für den Bau von Bundesstraßen und für die Instandsetzung bestehender Straßen. "Mitte Juli sollen die nächsten Auftragsvergaben erfolgen, da versuchen wir, auch die eine oder andere zu gewinnen."