Erstellt am 28. April 2011, 09:31

Strabag erhöhte Gewinn bei weniger Bauleistung. Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2010 trotz leicht verringerter Bauleistung kräftig gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg gegenüber dem Jahr davor um 6 Prozent auf 299 Mio. Euro, das Konzernergebnis erhöhte sich um 8 Prozent auf 174,9 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie betrug 1,53 Euro. Die Dividende wird von 0,50 auf 0,55 Euro je Aktie angehoben.

Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2010 trotz leicht verringerter Bauleistung kräftig gesteigert. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg gegenüber dem Jahr davor um 6 Prozent auf 299 Mio. Euro, das Konzernergebnis erhöhte sich um 8 Prozent auf 174,9 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie betrug 1,53 Euro. Die Dividende wird von 0,50 auf 0,55 Euro je Aktie angehoben.

Die Bauleistung sank im Jahresabstand um 2 Prozent auf 12,78 Mrd. Euro. Der konsolidierte Konzernumsatz sank um 1 Prozent auf 12,38 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand erhöhte sich per Ende Dezember von rund 14 auf 14,74 Mrd. Euro. Gespart hat der Bauriese beim Personal - die Zahl der Mitarbeiter wurde von 75.548 auf 73.600 reduziert.

"Wir wurden im Jahr 2010 zwei Mal überrascht, einmal positiv und einmal negativ: Zum einen wurden die bauwirksamen Konjunkturpakete früher als erwartet eingestellt bzw. wurden sie gar nicht erst verabschiedet, sondern durch Sparpakete ersetzt, um die Staatsverschuldung zu bremsen. Zum anderen war insbesondere in unserem Heimatmarkt Deutschland eine überraschend starke Nachfrage nach Bauleistungen durch private Bauherren und Projektentwickler zu verzeichnen", kommentierte Strabag-Chef Haselsteiner das Ergebnis.

Positiv habe sich der Bauboom in Polen ausgewirkt, der besonders im Segment Verkehrswegebau den Ausgleich für die nachteiligen Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres in Europa gebracht habe. Auffällige Leistungsrückgänge traten dagegen im deutschen und im ungarischen Verkehrswegebau auf. Auch im Hoch- und Ingenieurbau in Deutschland lag die Leistung witterungsbedingt merklich unter jener des Vorjahres. Diese Belastungen, in Verbindung mit fehlenden Aufträgen im Tunnelbau, wirkten sich stärker aus als die Unterstützung durch neue Großprojekte im nordeuropäischen und internationalen Raum.