Erstellt am 27. Mai 2011, 13:13

Straßengüterverkehr hat sich noch nicht erholt. Österreichs Straßengüterverkehr ist der Krise noch nicht davongefahren. Im Vorjahr hat sich das Transportaufkommen heimischer Lkw um 1,7 Prozent auf 331,0 Mio. Tonnen verringert, bei 25,3 Mio. durchgeführten beladenen Fahrten.

Österreichs Straßengüterverkehr ist der Krise noch nicht davongefahren. Im Vorjahr hat sich das Transportaufkommen heimischer Lkw um 1,7 Prozent auf 331,0 Mio. Tonnen verringert, bei 25,3 Mio. durchgeführten beladenen Fahrten. Im Krisenjahr 2009 war die Menge der beförderten Güter um 8,9 Prozent zurückgegangen, teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Bis auf den Transitverkehr verzeichneten fast alle Verkehrsbereiche ein Minus. Leicht gestiegen ist die Transportleistung innerhalb Österreichs, insgesamt gab es aber auch hier einen geringen Rückgang. Das heißt aber nicht, dass es in Österreich weniger Lkw-Verkehr gibt, betont der Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Es weise nämlich so einiges darauf hin, dass 2010 mehr Lastwagen durch Österreich gerollt sind, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer zur APA. Laut einer VCÖ-Untersuchung sind im Vorjahr an 70 von 81 Autobahn-Stellen mehr Lkw gezählt worden, am meisten Laster (4,38 Mio., +4,1 Prozent) waren demnach auf der Westautobahn bei Haid unterwegs, gefolgt von der Südautobahn bei Wiener Neudorf (4,08 Mio., +2,3 Prozent) und von der Südosttangente am Handelskai in Wien (3,90 Mio., +5,3 Prozent).

Ein weiters Indiz für mehr Lkw laut Gratzer: Die Einnahmen aus der Lkw-Maut erreichten im Vorjahr 1,03 Mrd. Euro, nach 0,93 Mrd. Euro 2009 und 1,06 Mrd. Euro 2008. Zudem habe der Dieselverbrauch zugenommen.

Dass Transportvolumen und -leistung österreichischer Lkw dennoch zurückgegangen ist, könnte etwa daran liegen, dass mehr mit ausländischen Lastwagen gefahren wird. Vielfach melden ja österreichische Frächter ihre Fahrzeuge in Osteuropa an.

Laut Statistik Austria hat sich die beförderte Gütermenge im Inlandsverkehr um 1,0 Prozent auf 299,9 Mio. Tonnen reduziert. Die bedeutendste Warengruppe ist nach wie vor "Steine und Erden und Baustoffe" mit einem Anteil von 51 Prozent an der Gesamtmenge aller transportierten Güter.