Erstellt am 19. September 2012, 00:00

Streit um Gipfel. Ohne SPÖ / Die SPÖ blieb einem Baugipfel fern, weil sie sich von der ÖVP ausgetrickst fühlt. Die Wirtschaftsvertreter fanden das nicht gut.

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Von Doris Seebacher

Am Freitag fand in der Wirtschaftskammer ein Gipfelgespräch zum Thema „Novellierung des Baugesetzes“ statt – mit Vertretern der Wirtschaft, der Bauinnung und der ÖVP. Die SPÖ blieb diesem Gipfel fern. „Ausgemacht war mit der ÖVP, dass wir uns in der Landesregierung zu Verhandlungen zum Baugesetz treffen“, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. „Über drei Ecken haben wir dann erfahren, dass das Gespräch nun mit Vertretern der Wirtschaftskammer in der Wirtschaftskammer stattfinden soll“, so Illedits. Dazu sei man nicht eingeladen gewesen. Und: „Die ÖVP hat uns ausgetrickst. Wenn das Thema Baugesetz ausgemacht ist, lasse ich mich nicht für etwas anderes ausnützen“, schimpft Illedits.

ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer sieht dies anders. „Illedits war dabei, als wir ein Gespräch mit der WK ausgemacht haben.“ Ursprünglich sei zwar geplant gewesen, das Gespräch im ÖVP-Klub zu führen, wegen Platzmangels wurde es aber in die Kammer verlegt. WK-Pressesprecher Harald Schermann dazu: „Die Teilnehmer zeigten sich schon verwundert, dass kein Vertreter der SPÖ da war.“ Trotzdem sei es ein gutes Gespräch gewesen, bei dem es unter anderem um die Einführung eines Bauführers und einer eigenen Bauplakette ging, die, ähnlich wie ein Autopickerl, für die Qualität einer Baustelle stehen soll. Strommer dazu: „Wir werden der SPÖ nun schriftlich die Anliegen der Wirtschaft übermitteln.“