Erstellt am 14. September 2011, 14:16

Stromkennzeichnung seit Mittwoch in Kraft. Ab dem kommenden Jahr werden die österreichischen Stromkonsumenten noch besser entscheiden können, welchen Stromlieferanten sie wählen wollen. Mit Jahresbeginn 2012 sind die Stromversorger verpflichtet, auf ihren Rechnungen sowie auf Werbematerial die genaue Herkunft des von ihnen angebotenen Stroms anzugeben. Die diesbezügliche neue Stromkennzeichnungsverordnung ist am Mittwoch in Kraft getreten.

"Mit diesem Mascherl kann jeder entscheiden, welchen Strom er kaufen will", so Wirtschafts- und Energieminister Mitterlehner. Die neue Stromkennzeichnung auf Basis des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes (ElWOG 2010) bringe deutliche Verbesserungen.

"Die Stromkennzeichnung ist ein erster und zukunftsweisender Schritt in Richtung Ausstieg vom Atomstrom", so SPÖ-Umweltsprecher Weninger. Die Kennzeichnungspflicht bedeute auch eine wesentliche Verbesserung für die Ökostromanbieter. Zum Beispiel könnte ein Stromlieferant in Zukunft als neues Produkt Ökostrom aus Österreich verkaufen. Elektrizität "Made in Austria" sei so in Zukunft möglich.

Die neue Stromkennzeichnung stellt die Zusammensetzung des Versorgermixes aus einzelnen Primärenergieträgern in übersichtlicher und leicht verständlicher Form dar. Die Ausweisung der Herkunft des Stroms sowie der Umweltauswirkungen der Stromerzeugung muss in tabellarischer Form vorzunehmen.

Die Tabelle hat dabei folgendes zu umfassen: Eine prozentuale Aufschlüsselung der abgegebenen Strommengen, gegliedert nach Primärenergieträgern, die mit Herkunftsnachweisen belegt sind; eine Ausweisung der Strommengen mit unbekannter Herkunft in Prozent; CO2-Emissionen in g/kWh und radioaktiver Abfall in mg/kWh. Darüber hinaus ist auf der Stromrechnung die Ausweisung der Herkunft des Stroms in grafischer Form darzustellen.