Erstellt am 26. August 2011, 16:03

Stronach will Lizenz zum Spielen. Magna-Gründer Frank Stronach möchte am österreichischen Glücksspielmarkt mitmischen. Gemeinsam mit der deutschen Gauselmann-Gruppe wird er sich um Lizenzen für das Automatenspiel in Niederösterreich und Wien bewerben, auch eine Bewerbung für eine der ausgeschriebenen Casinokonzessionen werde "intensiv geprüft und ernsthaft in Erwägung gezogen", hieß es in einer Aussendung.

Magna-Gründer Frank Stronach möchte am österreichischen Glücksspielmarkt mitmischen. Gemeinsam mit der deutschen Gauselmann-Gruppe wird er sich um Lizenzen für das Automatenspiel in Niederösterreich und Wien bewerben, auch eine Bewerbung für eine der ausgeschriebenen Casinokonzessionen werde "intensiv geprüft und ernsthaft in Erwägung gezogen", hieß es in einer Aussendung.

Diese Woche wurde eine Aktiengesellschaft, die Merkur Entertainment AG, gegründet. Sitz des neuen Unternehmens wird das niederösterreichische Ebreichsdorf. Dort befindet sich auch Stronachs Pferderennpark "Magna Racino".

"Spielen gehört zum Leben der Menschen. Mit dem neuen Unternehmen wollen wir moderne Spielstätten mit angenehmer und sicherer Atmosphäre anbieten und etablieren", so Rolf Falke, bei Gauselmann für das internationale Geschäft zuständig und einer von zwei Vorständen der Merkur Entertainment AG. Co-Vorstand wird der ehemalige ATV-Chef und Stronach-Vertraute Tillmann Fuchs, er leitet auch die Magna-Racino-Betreibergesellschaft.

Der Aufsichtsrat der Merkur Entertainment AG ist prominent besetzt: Chefkontrollor wird ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll, der auch den Finanzausschuss des Nationalrats leitet. Laut "Presse" hat er seine neue Funktion bereits dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet und nimmt "jede Entscheidung zur Kenntnis." Stummvoll hat bei der Novellierung des Glücksspielgesetztes mitgewirkt - "ich werde mich aber hüten, in die Lizenzvergabe zu funken", wird er in der Zeitung zitiert.

Der 77-jährige Paul Gauselmann dominiert mit seiner 1957 gegründeten Gruppe seit Jahren Deutschlands Spielautomatengeschäft. Wie die niederösterreichische Novomatic baut und verkauft der Konzern aus dem westfälischen Espelkamp einarmige Banditen. Die Gauselmann-Gruppe kommt europaweit auf 500 Spielhallen und beschäftigt rund 6.000 Personen.