Erstellt am 21. Dezember 2011, 12:53

Subunternehmer der Post beschäftigte Schwarzfahrer. Die Österreichische Post hat Ärger mit einem Teil ihrer Frächter. Bei einer Razzia der Finanzpolizei im Post-Verteilerzentrum in Wien-Simmering stellte sich heraus, dass ein Fünftel der 103 kontrollierten Fahrer illegal beschäftigt war.

In acht Fällen wurde gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz verstoßen, 13 waren nicht korrekt bei der Sozialversicherung gemeldet, einer arbeitslos. Dem Vernehmen nach sollen Lenker ihre Brummer mit laufendem Motor stehen lassen und sich zu Fuß davongemacht haben, weil sie wussten, dass ihr Arbeitsverhältnis nicht gesetzeskonform war. Namen der betroffenen Firmen nennt die Finanzpolizei nicht.

Zudem waren die Subunternehmer der teilstaatlichen Post mit ihren Steuern im Rückstand, acht Lkw wurden an Ort und Stelle gepfändet - vier weitere wurden nach sofortiger Bezahlung der Rückstände wieder freigegeben.

Post-Sprecher Michael Homola bestätigte den Vorfall, verwies aber auf klare Vorgaben der Post an ihre Subfirmen - etwa aufrechte Aufenthaltsbewilligung, Arbeitsgenehmigungen, Leumundszeugnis für Fahrer, etc. Der Vorfall vom 7. Dezember in Inzersdorf werde nun genau untersucht. Wie viele Frächter die Post beschäftigt und wie viele Subunternehmer diese wiederum haben, will die Post nicht sagen. Die Zahlen seien einem permanenten Wechsel unterworfen, vor allem wenn es darum gehe, Spitzen bei der Nachfrage abzudecken - wie etwa aktuell in der Weihnachtszeit.