Erstellt am 28. September 2011, 13:16

Supermärkte profitieren am meisten vom Bioboom. Die Biowelle in Österreich ist ungebrochen. Im vergangenen Jahr ist der Markt um 20 Prozent auf rund 1,05 Mrd. Euro Umsatz gewachsen. Damit macht der Biobereich, der sowohl Lebensmittel als auch Non-Food-Produkte umfasst, sechs Prozent des gesamten Umsatzes im Lebensmittelhandel aus.

Vom grünen Boom profitieren jedoch laut einer RegioPlan-Studie weniger kleine Biogeschäfte, sondern immer mehr die großen Supermarktketten. Diese machen dank Eigenmarken auch gegenüber den Diskontern an Boden gut.

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) des Bioumsatzes werden mittlerweile bei Billa, Spar und Co. gemacht. "Der herkömmliche Lebensmittelhandel hat die Palette an Bioprodukten im vergangenen Jahrzehnt stark ausgebaut und insbesondere durch die Diskonter wurden Biowaren auch leistbarer", so das Beratungsunternehmen RegioPlan. Vor diesem Hintergrund sei es verständlich, dass Biosupermärkte nur sehr langsam wachsen.

Auch zwischen Supermärkten und Diskontern tobt nach wie vor ein harter Preiskampf. Wobei sich der Ausbau preisgünstiger Eigenmarken laut RegioPlan zu rentieren scheint. "Die großen Supermärkte wie Billa, Merkur, Spar konnten eine gute Umsatzbilanz (+2,3 Prozent) für 2010 verbuchen, während die Diskonter nur mehr um magere 0,9 Prozent wuchsen."

Die Stagnation der Diskonter hat im Vorjahr den gesamten Lebensmittelhandel gebremst. Real ist dieser im Vorjahr stillgestanden, nominell gesehen sind die Gesamtumsätze um 1,9 Prozent und damit nur mit der Inflation gestiegen. Auch bei der Verkaufsfläche bewegte sich kaum etwas, diese verharrt seit Jahren bei etwa drei Millionen Quadratmetern.