Erstellt am 24. Februar 2012, 13:49

T-Mobile Austria erwartet weiteren Preiskampf. T-Mobile Austria erwartet auch für 2012 kein Ende des Preiskampfes. Ging der durchschnittliche Gesprächsumsatz pro Kunde im Jahr 2011 von 21 auf 18 Euro zurück, so dürfte der heimische Mobilfunkmarkt auch heuer um sechs Prozent schrumpfen, erwartet der Vorsitzende der T-Mobile-Austria-Geschäftsführung, Robert Chvatal.

Am österreichische Markt gebe es ein Überangebot und er sei überreguliert.

2011 konnte T-Mobile Austria seine Kundenbasis - gezählt nach SIM-Karten - zwar um sieben Prozent auf über vier Millionen steigern, bei Umsatz und Ergebnis musste man aber dennoch deutliche Einbußen hinnehmen. Während der Umsatz um rund 60 Mio. bzw. sechs Prozent auf 924 Mio. Euro zurückging, gab das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um rund zehn Prozent auf 253 Mio. Euro nach.

Sollten die Umsatz- und Ergebnisrückgänge in diesem Ausmaß anhalten, werde es schwer sein, das bisherige jährliche Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro aufrecht zu erhalten. Die "Kostenbasis" werde man auch mit natürlichen Fluktuationen bei den Mitarbeitern anpassen können. 2011 sei der Personalstand von 1.300 auf 1.250 reduziert worden. Weiter investieren will Chvatal aber jedenfalls in die nächste Generation des Mobilfunknetzes (LTE) und das nationale Roaming.

Zur geplanten Übernahme von Orange durch "3", meinte Chvatal, die Konsolidierung am österreichischen Markt sei erwartet worden und richtig. In diesem kapitalintensiven Geschäft sei es schwierig, mit kleinen Marktanteilen große Investitionen durchzuführen. Er erwarte sich von den Regulierungsbehörden eine "faire Entscheidung" hinsichtlich möglicher Auflagen. Chavtal befürchtet vor allem eine Dominanz am Datennetzsektor. Andere Themen seien "Frequenzen" und "nationales Roaming".