Erstellt am 17. Oktober 2012, 12:00

T-Mobile-Chef Bierwirth will einsparen. Ein düsteres Bild der Mobilfunkbranche hat der neue T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth am Mittwoch bei seiner Antrittspressekonferenz gezeichnet.

"Ich sehe nur, dass die Branche hier kaputt ist. (...) Die Nachfrage wächst, aber es bleibt uns nichts übrig", so der frühere AUA-Vorstand. Bierwirth will daher die Preisspirale nach unten durchbrechen und die Datentarife den tatsächlichen Kosten anpassen.

Weiters will er bis 2015 knapp 100 Mio. Euro einsparen. Das entspreche rund 15 Prozent der Kosten, sagte er vor Journalisten. Für das kommende Jahr erwartet Bierwirth einen Umsatzrückgang, 2014 eine Stabilisierung und 2015 ein Umsatzwachstum. Das Ergebnis soll einen "Horziontalflug" hinlegen, sprich stabil bleiben. 2011 erzielte die Tochter der Deutschen Telekom einen Umsatz von 924 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 253 Mio. Euro. An der Zahl von 1.400 Mitarbeitern will Bierwirth nicht viel ändern, allerdings könnten die Führungsebenen verschlankt und Abgänge nicht nachbesetzt werden.

Am Markt will der Ex-AUA-Vorstand die Marke T-Mobile schärfen. Hier habe man den Stellenwert der alten Bezeichnung - max.mobil - noch nicht erreicht. Das dahindümpelnde Geschäftskundensegment soll durch die intensivere Einbindung von T-Systems gestärkt werden. Und am "Gründergeist" der Mitarbeiter will Bierwirth auch noch feilen. Sein Fazit: "Wir müssen relativ schnell etwas tun um unsere Position 2 am Markt nicht zu gefährden."