Erstellt am 21. April 2011, 11:23

T-Mobile und Orange kooperieren beim Netzausbau. Über eine Kooperation von T-Mobile Austria und Orange, Nummer zwei und drei am heimischen Mobilfunkmarkt, wurde schon länger gemunkelt - nun ist die Katze aus dem Sack: Beim UMTS-Netzausbau in bisher schlecht erschlossenen Gebieten wollen sich die zwei Konkurrenten künftig Antennen und Kosten teilen. Das soll jedem Partner eine Ersparnis von rund 30 Mio. Euro bringen.

Über eine Kooperation von T-Mobile Austria und Orange, Nummer zwei und drei am heimischen Mobilfunkmarkt, wurde schon länger gemunkelt - nun ist die Katze aus dem Sack: Beim UMTS-Netzausbau in bisher schlecht erschlossenen Gebieten wollen sich die zwei Konkurrenten künftig Antennen und Kosten teilen. Das soll jedem Partner eine Ersparnis von rund 30 Mio. Euro bringen.

Zum nicht nur räumlichen Zusammenrücken gezwungen werde man vor allem durch den steigenden Kostendruck, erklärte Orange-CEO Michael Krammer. Etwa alle zehn Jahre komme eine neue Technik dazu - 1990 GSM, 2000 UMTS, 2010 LTE - und diese Techniken würden nebeneinander weitergeführt. "Und wir statten die Konsumenten mit immer neuen Endgeräten aus, die in einem hohen Maß subventioniert sind." Die Tendenz, dass die Mobilfunker ihre Netze in Teilbereichen zusammenlegen, gebe es auch in anderen Ländern Europas, etwa in Spanien, Schweden, Polen oder Großbritannien. "Auch wir haben uns im Bereich 3G/UMTS dazu entschlossen", so Krammer.

"Bestehende Netze werden nicht geteilt", betonte T-Mobile-Chef Robert Chvatal, "da bleibt alles wie es ist". An neuen Standorten zur Verbesserung der Flächenabdeckung am Land werde man sich Antennen und Radio-Controller teilen, "alles Andere - Definition der Sprachqualität, Vermarktung der Produkte, Bandbreite von Datendiensten - das alles bleibt getrennt". Die Netzabdeckung soll sich dadurch um rund 10 Prozent erhöhen. Die Abdeckung werde damit für beide besser, aber nicht gleich, denn es geht nur um ein paar hundert neue Standorte am Land. Krammer: "In Wien, Linz, Innsbruck, Graz wird sich nichts ändern."

Auch für die Kunden soll sich außer einer besseren Flächenabdeckung nichts verändern: "Eine Antenne sendet beide Frequenzen aus, der Orange-Kunde sieht 'Orange A' am Display, der T-Mobile-Kunde sieht 'T-Mobile A'", betonte Krammer.