Erstellt am 15. Januar 2016, 13:25

von NÖN Redaktion

​​Tag der Rinderzucht 2016. ​Themen waren eine wirkungsvolle Behandlung der Klauenkrankheit Mortellaro und ein perfektes Zeitmanagement am Rinderbetrieb

Rinderzuchtverbandsobmann Kammerrat Reinhard Jany mit Geschäftsführer Hannes Lehner  |  NOEN, zvG
"Es gilt für uns Bauern, die sehr guten Leistungen bei der Milch- und Fleischproduktion auf hohem Niveau zu sichern und auszubauen. Daher ist ein großes Augenmerk auf die Sicherung der Tiergesundheit in den Rinderbeständen zu legen.

Die Klauenkrankheit Mortellaro ist für uns Rinderbauern demzufolge ein wichtiges Thema. Weiters sollte jeder Landwirt danach trachten, seine Tätigkeit am Betrieb unter ein effektives Zeitmanagement zu stellen. Ein Thema des heutigen Rindertages lautete daher „Mehr Zeit, weniger Stress!“, so der Obmann des Burgenländischen Rinderzuchtverbandes, Kammerrat Reinhard Jany beim Tag der Rinderzucht am 15. Jänner 2016 in Oberwart.

21.000 Rinder im Burgenland

Im Burgenland werden in rund 450 Betrieben Rinder gehalten. Der gesamte Rinderbestand liegt bei 21.000 Stück. Somit haben wir einen Durchschnittsbestand von 47 Rindern pro Betrieb. Die Wertschöpfung aus der Rinderhaltung im Burgenland beträgt insgesamt 22,5 Millionen Euro pro Jahr (12,1 Millionen Euro aus der Fleisch- und Zuchttierproduktion sowie 10,4 Millionen Euro aus der Milchproduktion).

Die gesamte tierische Erzeugung im Burgenland hat einen Produktionswert von 58,7 Millionen Euro pro Jahr; aus der Rinderwirtschaft stammen somit knapp 40 % der gesamten tierischen Wertschöpfung im Burgenland.

„Die Strukturentwicklung ist in der heimischen Rinderhaltung nach wie vor im Gange, die Anzahl der Rinderhalter ist rückläufig. Der Rinderbestand ist jedoch seit einigen Jahren konstant. Für die Zukunft ist im Bereich der Milchwirtschaft aufgrund der im Jahr 2015 weggefallenen Milchquotenregelung mit einer Erhöhung der Milchproduktion zu rechnen, was auch zu einem Anstieg der Milchkuhbestände führen wird (Die burgenländischen Milchwirtschaftsbetriebe liefern ihre Milch an die Abnehmer MGN/NÖM und Berglandmilch).

Im Bereich der Mutterkuhhaltung ist, aufgrund des Wegfalls der Mutterkuhprämie, bereits ein Rückgang des Mutterkuhbestandes zu verzeichnen. Wir werden alles tun, damit wir im Burgenland gesunde Rinderbestände haben, mit denen wir hochqualitatives Fleisch und gesunde Milch produzieren können und auch die heimische Wertschöpfung in dieser agrarischen Sparte auf einem hohen Niveau halten können“, so Kammerrat Jany abschließend.