Erstellt am 21. März 2013, 10:52

Talfahrt im Euroraum geht weiter. Die erhoffte Stabilisierung in der Eurozone fällt vorerst aus. Stattdessen hat die Konjunktur ihre Talfahrt im März überraschend noch einmal beschleunigt.

Das Markit-Barometer für die Privatwirtschaft sank um 1,4 auf 46,5 Punkte. Damit entfernt sich der Einkaufsmanagerindex weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der er Wachstum signalisiert. Analysten hatten einen Anstieg auf 48,2 Zähler erwartet.

Nach dem Rückgang der Wirtschaftskraft um 0,6 Prozent Ende 2012 rechnet Markit im laufenden Quartal mit einem Schrumpfen um 0,3 Prozent. "Während bei vielen Marktteilnehmern - inklusive der EZB - die Hoffnung aufgekeimt sein mag, die Eurozone stabilisiere sich im zweiten Quartal, breiten sich nun wieder Krisenängste aus", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

"Mit dem stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung seit März 2009 steckt Frankreich momentan in der tiefsten Krise seit vier Jahren." In Deutschland gebe es ein "unspektakuläres Wirtschaftswachstum". Allerdings habe sich auch in Deutschland die "Konjunktur im März schon wieder in Besorgnis erregendem Tempo abgeschwächt, ausgelöst von der erneut rückläufigen Entwicklung im Industriesektor".

Das Barometer für die Dienstleister im Euroraum sank unerwartet um 1,4 auf 46,5 Punkte, der Industrie-Index verlor 1,3 auf 46,6 Zähler.