Erstellt am 28. Juni 2012, 10:13

Tanken laut AK im Westen teurer. Die Arbeiterkammer hat anlässlich des bevorstehenden Ferienbeginns und der hohen Spritpreise eine Treibstoffpreis-Analyse bei 1.500 Tankstellen in ganz Österreich durchgeführt.

Demzufolge entspricht der Preisanstieg bei Treibstoffen etwa der allgemeinen Teuerung, es gibt aber ein West-Ost-Gefälle. In den westlichen Bundesländern wird durchschnittlich teurer als im Osten getankt. Die Preise für Eurosuper waren im Juni um 2,1 Prozent höher als im Juni 2011, bei Diesel betrug der Preisanstieg 1,7 Prozent, zeigt die AK-Analyse. "Der Höhenflug setzt sich fort", kritisiert AK-Energie-Experte Dominik Pezenka. Die Teuerung im Mai betrug vergleichsweise insgesamt 2,1 Prozent.

Im regionalen Vergleich zeigte sich, dass das Tanken im Westen am teuersten ist. In Niederösterreich, Oberösterreich und Wien ist es am günstigsten. "So ist zum Beispiel in Tirol der Sprit um durchschnittlich vier Cent teurer als in Niederösterreich", sagte Pezenka. Er empfiehlt auch, Autobahntankstellen zu meiden. Eurosuper ist dort um 14,3 Prozent, Diesel um 15,8 Prozent teurer als an Straßentankstellen. "Eine Tankfüllung kostet damit an der Autobahntankstelle im Durchschnitt um rund 13 Euro mehr", rechnet Pezenka vor. "Die Rekordpreise an den Autobahntankstellen genau vor den Sommerferien sind reinste Abzocke." Diskonter sind nach wie vor im Durchschnitt um rund einen Cent billiger als Markentankstellen.

Obwohl die Arbeiterkammer die hohen Spritpreise in Österreich kritisiert, empfehlen die AK-Experten dennoch, vor der Urlaubsfahrt noch zu Hause zu tanken - denn im benachbarten Ausland tankt man nur in Slowenien günstiger als in Österreich, dort ist Diesel um fünf Cent billiger als in der benachbarten Steiermark, Eurosuper hingegen ist teurer. Deutschland und Italien sind wegen der dort höheren Mineralölsteuer besonders teuer.