Erstellt am 05. April 2012, 13:58

Technologie-Index - Österreich holte leicht auf. In Sachen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) hat Österreich die zuletzt verlorenen Plätze nicht wiedergutmachen können. Im aktuellen Global Information Technology Report 2012 liegt Österreich nun auf dem 19. Platz, nachdem es im Bericht 2009/10 um vier Plätze auf Rang 20 abgerutscht war. An der Spitze liegt Schweden vor Singapur.

In Sachen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) hat Österreich die zuletzt verlorenen Plätze nicht wiedergutmachen können. Im aktuellen Global Information Technology Report 2012 liegt Österreich nun auf dem 19. Platz, nachdem es im Bericht 2009/10 um vier Plätze auf Rang 20 abgerutscht war. An der Spitze liegt Schweden vor Singapur.

Für den Technologie-Index (Network Readiness Index, NRI) beurteilte das Weltwirtschaftsforum in 142 untersuchten Ländern 53 Einzelkategorien, in einigen davon ist Österreich unter den besten zehn Staaten: Neben der Bestnote im "Internet- und Telefoniewettbewerb" landete Österreich bei der "Verfügbarkeit von digitalem Content" auf Rang vier, mit einer Rate von 24 Prozent bei Softwarepiraterie an fünfter Stelle, bei der "Intensität des lokalen Wettbewerbs" auf Platz acht und bei den neuesten Technologien an zehnter Position. Darüber gibt es nur in zwölf Ländern mehr Mobilfunkverträge pro Einwohner als in Österreich.

Weltweit ist dem Bericht zufolge der Abstand zwischen den westlichen Staaten und Entwicklungsländern trotz Ausbau der IKT-Infrastruktur größer geworden, es sei eine digitale Kluft zu erkennen, heißt es. Schweden, gefolgt von Singapur, führt die diesjährige Rangliste an. Die Schweiz (5.), die Niederlande (6.), die USA (8.), Kanada (9.) und Großbritannien (10.) sind ebenfalls unter den Top 10. Die deutschen Nachbarn liegen drei Plätze vor Österreich auf Rang 16.

Die meisten afrikanischen Länder weisen eine sehr mangelhafte Konnektivität auf. Als Gründe dafür nennt das WEF eine unzureichende Entwicklung der teuren IKT-Infrastruktur und mangelndes Know-how. Länder, die in neue Technologien investieren, konnten aber trotzdem nicht mit den Technologie-Vorreitern mithalten. Das wirkt sich laut WEF auf die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand aus. Auch die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) schafften es nicht unter die besten 50.