Erstellt am 27. April 2012, 17:46

Telekom-Aktionär Pecik will in den Aufsichtsrat. Die beiden Großaktionäre der Telekom Austria, der österreichische Investor Ronny Pecik und der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris, wollen in den Aufsichtsrat der Telekom Austria einziehen.

Dafür soll das Aufsichtsratsgremium um zwei auf dann zehn Personen aufgestockt werden, so die Telekom Austria am Freitagnachmittag. Bernhard Nagiller, Sprecher der Staatsholding ÖIAG, teilte dazu mit: "Als stabiler österreichischer Kernaktionär bereiten wir uns umfassend und präzise auf die Hauptversammlung und die dort zu fassenden Beschlüsse vor. Herr Pecik ist mit über 20 Prozent der Anteile Aktionär der Telekom Austria und als solcher zu respektieren. Grundsätzlich steht es jedem Aktionär mit 5-Prozent-Anteil frei, Beschussvorschläge einzubringen. Die Entscheidung darüber trifft letztlich die Hauptversammlung. Über Stimmverhalten der ÖIAG bei Hauptversammlungen geben wir vorab keine Stellungnahme ab."

Der Antrag für die Aufstockung und Bestellung von Pecik und Sawiris kam vom Aktionär Marathon Zwei Beteiligungs GmbH. Dieser hält 20,1 Prozent des Grundkapitals der Telekom und ist eine 100-Prozent-Tochter der RPR-Privatstiftung von Pecik.

Der Wunsch von Ronny Pecik nach zwei Sitzen im Aufsichtsrat der teilstaatlichen Telekom Austria Group war von ihm bereits in der Vergangenheit kundgetan worden, auch hatte er Kritik an dem Management der Telekom geübt. So meinte er Mitte März in einem Interview zu einer möglichen Ablöse von Telekom-Chef Hannes Ametsreiter: "Ich bin auf dem besten Weg dorthin. Ich halte das Unternehmen für unterbewertet und undermanaged. Es gehört eine bessere Führung her." Zur Hauptversammlung am 23. Mai meinte er auf die Frage, ob hier die Fetzen fliegen werden: "Genug Gründe dafür gäbe es ja."