Erstellt am 16. September 2011, 13:34

Telekom hält trotz Rückschlags an Ausblick fest. Die affärengeschüttelte Telekom Austria hält trotz der Währungsabwertung in Weißrussland und den dadurch reduzierten Ergebnisbeitrag der dortigen Tochter Velcom am Ausblick und an der Dividendenpolitik (0,76 Euro/Aktie) fest. Die örtliche Situation ist aber "sehr schwierig" und dem wurde mit einem neuen Businessplan Rechnung getragen, sagte Telekom-Chef Hannes Ametsreiter am Freitag.

Die affärengeschüttelte Telekom Austria hält trotz der Währungsabwertung in Weißrussland und den dadurch reduzierten Ergebnisbeitrag der dortigen Tochter Velcom am Ausblick und an der Dividendenpolitik (0,76 Euro/Aktie) fest. Die örtliche Situation ist aber "sehr schwierig" und dem wurde mit einem neuen Businessplan Rechnung getragen, sagte Telekom-Chef Hannes Ametsreiter am Freitag.

Die Meldung über eine neuerliche starke Abwertung des weißrussischen Rubels am Mittwoch dürfte sich nach Ansicht der Erste-Group-Analystin Vera Sutedja kaum noch auswirken, da die TA den schwächeren Rubel-Kurs schon bisher verwendet habe.

Zu den Gerüchten, wonach der Investor Ronny Pecik gemeinsam mit dem ägyptischen Milliardär Naguib Sawiris im großen Stil bei der teilstaatlichen Telekom einsteigen will, hat Ametsreiter nach eigenen Angaben keine neuen Erkenntnisse. Er verwies auf die Meldepflichten beim Erwerb nennenswerter Anteile, und hier seien keine Meldungen eingegangen. Das Nachrichtenmagazin "Format" berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass die beiden bereits Aktien im Umfang von 565 Mio. Euro erworben hätten.

Zu den zahlreichen Affären der Telekom gab es laut Ametsreiter seit dem Sonderaufsichtsrat vor zwei Wochen noch keine bedeutenden neuen Erkenntnisse. Mittlerweile hätten einige Mitarbeiter, die im Jahr 2004 einen Sonderbonus aufgrund eines angeblich manipulierten Kurssprunges der Telekom-Aktie erhalten hatten, diesen Bonus auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Wie viele Beschäftigte zurückgezahlt haben und wie hoch die Summe ist verriet Ametsreiter nicht, nur so viel: Ex-Telekom-Chef Boris Nemsic hat wie angekündigt seinen Bonus zurückgegeben. Ametsreiter erwartet sich, dass alle anderen betroffenen Telekom-Mitarbeiter diesem Schritt folgen, er selbst hat seine 92.000 Euro Bonus umgehend nach Bekanntwerden des Skandals auf dem Treuhandkonto hinterlegt.