Erstellt am 26. August 2011, 17:13

Telekom-Partner Alcatel dementiert Zahlungen. Beim Polizeifunk-Projekt, wo laut einem "News"-Bericht eine Million Euro von der Telekom an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly geflossen sein soll, hat nun der Konzern Alcatel, bei besagtem Projekt Partner der Telekom, alle Vorwürfe der Korruption dementiert. "Wir haben keinerlei Provisionszahlungen getätigt, an niemanden", so die Alcatel-Unternehmenssprecherin Hanna Weinzinger.

Beim Polizeifunk-Projekt, wo laut einem "News"-Bericht eine Million Euro von der Telekom an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly geflossen sein soll, hat nun der Konzern Alcatel, bei besagtem Projekt Partner der Telekom, alle Vorwürfe der Korruption dementiert. "Wir haben keinerlei Provisionszahlungen getätigt, an niemanden", so die Alcatel-Unternehmenssprecherin Hanna Weinzinger.

Das Magazin "News" berichtet unter Berufung auf den Ex-Telekom-Manager Gernot Schieszler, dass das Geschäft unter Korruptionsverdacht stehe: So soll eine 1,1 Mio. Euro-Zahlung an den Lobbyisten Alfons Mensdsdorff-Pouilly im Jahr 2008 in Wahrheit im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe im Polizeifunkprojekt im Jahr 2004 stehen.

Unter Innenminister Strasser war das Polizeifunkprojekt im Juni 2003 neu ausgeschrieben worden. 2004 erhielten dann Alcatel und Motorola den Auftrag, die Telekom lieferte die Netzinfrastruktur für den Blaulichtfunk "Tetron" zu. Laut "News" verdiente die Telekom rund 50 Mio. Euro an dem Geschäft.

Jahre später sei die Telekom-Millionen-Zahlung an Mensdorff-Pouilly, den Ehemann von Strassers Ministerkollegin Rauch-Kallat, unter dem Deckmantel des Projekts "Infotech" erfolgt, um Akquisitionsmöglichkeiten von IT-Unternehmen in Südosteuropa auszuloten. Daraufhin wurde im Jahr 2008 ein Beratervertrag mit der MPA Budapest, einem Unternehmen von Mensdorff-Pouilly, aufgesetzt, so "News." Inhalt des Vertrages war Lobbying bei Entscheidungsträgern in den Ländern, die von der Telekom als Ziele ausgemacht wurden.

Laut Recherchen des Magazin habe auch Alcatel an Mensdorff-Pouilly gezahlt. Laut "News" soll der Alcatel-Generaldirektor und Wiener ÖVP-Politiker Harald Himmer eine zentrale Rolle bei der Auftragsvergabe gespielt haben. Himmer selbst soll bei Telekom-Vorstand Rudolf Fischer mehrfach darauf gedrängt haben, dass auch die Telekom endlich ihre alte offene Rechnung bei Mensdorff begleichen solle.

Alfons Mensdorff-Pouilly meldete sich via seinem Anwalt, Harald Schuster, zu Wort und gab an, von der Telekom tatsächlich 1,1 Mio. Euro an seine Firma erhalten und auch "ordnungsgemäß verbucht" sowie "der Besteuerung zugeführt" zu haben. Die Verwendung dieser Gelder ist sowohl in der Buchhaltung als auch in den Bilanzen nachvollziehbar und es ist somit evident, dass keine Bestechungen bzw. Provisionszahlungen getätigt wurden".