Erstellt am 24. April 2013, 16:48

Tempo 30 "lässt Verkehr und Wirtschaft stocken". Wenn es nach dem VCÖ geht, dürfen Autofahrer bald nur mehr im Schneckentempo durch die Städte rollen.

 |  NOEN, www.BilderBox.com

„Tempo 30 als Regel einzuführen, während Tempo 50 die Ausnahme ist, wäre eine einseitige Bevormundung und keine sachgerechte Entscheidung jeweils vor Ort“, so Dr. Felix Clary, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure.

In den Städten muss es bei Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit bleiben. Nur sie sorgt für einen zügigen Verkehrsfluss.

"Um die Wirtschaftsleistung weiter voran zu treiben, muss Mobilität ermöglicht und nicht verhindert werden“, so der Sprecher der Automobilimporteure weiter, der betont, dass gerade die Automobilindustrie in den letzten Jahrzehnten ungeheure Anstrengungen unternommen und Millionen in Forschung und Entwicklung investiert hat, um Fahrzeuge umweltverträglicher, sicherer und leiser zu machen.

"Sechs neue Pkw so laut wie ein einziger Pkw im Jahr 1980"

„Heute sind sechs neue Pkw zusammen gerade einmal so laut wie ein einziger Pkw im Jahr 1980, möglich wurde dies durch optimiertes Motorenmanagement, eine weitgehende Kapselung der Motoren, leise Reifen und leistungsfähigere Schalldämpfer. Deshalb stattet beispielsweise die deutsche Automobilindustrie ihre Neufahrzeuge mit sehr leisen Reifen aus, die sich beim Abrollgeräusch an den Empfehlungen des deutschen Umweltbundesamtes orientieren“, so Clary.

Entscheidend für eine weitere Senkung des Straßenlärms sei vor allem die Qualität der Fahrbahnoberfläche. „Bei einem schlechten Fahrbahnbelag nützt auch der leiseste Reifen wenig. Neue Fahrbahnbeläge können die Lärmbelastung um bis zu 9 Dezibel senken. Das empfindet der Mensch nahezu als Halbierung des Schalls. Neben den Lärmbelastungen würden schlechte Straßen außerdem einen höheren Kraftstoffverbrauch und mehr Feinstaub verursachen. Zudem könnten intelligente Verkehrsführung und optimierte Ampelschaltungen, die die Zahl von Abbrems- und Anfahrvorgängen verringern, schnell zu hörbaren Entlastungen führen“, so Clary abschließend.