Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

Teure Ermittlungen. BEGAS-Skandal / Während Rudolf Simandls psychischer Zustand überprüft wird, arbeitet auch die Energie Burgenland den Fall auf.

 |  NOEN

In einigen Wochen könnte Rudolf Simandl erstmals in der Causa BEGAS einvernommen werden. Das soll in einem neuen Sachverständigen-Gutachten aufgezeigt werden. Seitdem der Skandal um den burgenländischen Gasversorger aufflog, soll der unter Untreueverdacht stehende Ex-Manager an schweren Depressionen leiden und gilt als vernehmungsunfähig.

Parallel zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist auch die Energie Burgenland als Rechtsnachfolger der BEGAS nach wie vor mit der Aufarbeitung beschäftigt: Um die früheren Auftragsvergaben zu überprüfen, wurden verschiedene Experten eingesetzt. Eine erste Klage – in der Höhe von 2,8 Millionen Euro – wurde bereits eingebracht, weitere sollen folgen.

Anwältin arbeitete 26,5 Stunden an einem Tag 

Die Aufarbeitung brachte der Energie Burgenland jetzt aber im Gegenzug ein gesalzenes Honorar von einer Wiener Anwaltskanzlei ein. Wie kolportiert wurde, sollen für die Recherche allein im April Rechnungen in der Höhe von 257.000 Euro gelegt und vom Energieversorger wieder zurückgewiesen worden sein. Begründung: nicht nachvollziehbare Positionen, wie etwa eine 26,5-Stunden-Recherche an nur einem Tag. Ein Fehler, hieß es seitens der Anwaltskanzlei, die die Rechnung auf 235.000 Euro korrigierte. Zu den Kosten möchte die Energie Burgenland keine Angaben machen.