Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Thermen boomen – noch!. THERMENSTUDIE / Insgesamt gab es im Burgenland ein leichtes Plus von 5,5 Prozent bei den Thermeneintritten – bedingt durch Zuwächse in Frauenkirchen und Stegersbach.

VON DORIS SEEBACHER

Alle Jahre wieder vergleicht der Marktanalyst Kreutzer Fischer & Partner die Besucherfrequenzen der österreichischen Thermen – mit dem aktuellen Ergebnis: Noch gibt es ein österreichweites Plus von 6,4 Prozent und ein burgenlandweites Plus von 5,5 Prozent. Nutznießer seien primär neu- oder wiedereröffnete Anlagen.

Wermutstropfen des Wachstums im Burgenland: Es beschränkt sich nur auf die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen (plus 19 Prozent) und auf die Therme in Stegersbach (plus 20 Prozent).

In Bad Tatzmannsdorf und Lutzmannsburg gab es Rückgänge bei den Besucherzahlen. Die Problematik: „Wir haben österreichweit steigende Kapazitäten, aber nicht mehr Gäste“, so Andreas Kreutzer. Und gewinnen würden nur jene Thermen, die noch mehr zu bieten hätten als die Konkurrenz.

Gäste wollen nach der  Therme nicht ins Bett

Auch attraktive Tourismuskonzepte – zusätzlich zu einem Thermenaufenthalt – gebe es im Burgenland kaum. Hierbei müssen laut Kreutzer die Regionen in die Pflicht genommen werden. Und er nennt auch gleich einige Anregungen wie beispielsweise ein „Thermenhopping“ in Kooperation mit den steirischen Thermen oder „Apres-Therming“. „In den Schiregionen hat man das Apres Ski erfunden. Was haben wir?“, fragt sich der Marktanalyst. Denn in kaum einen burgenländischem Thermenort gebe es am Abend Möglichkeiten zum Ausgehen. „Und somit bleibt den Gästen nur die Möglichkeit, schlafen zu gehen“, klagt Kreutzer.