Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Thermenmarkt ist „satt“. THERMENBILANZ / Eine Studie gibt Auskunft, was die heimischen Thermen dem Burgenland an Wertschöpfung gebracht haben.

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VON DORIS SEEBACHER

Zuerst die gute Nachricht: Die burgenländischen Thermen (Lutzmannsburg, Bad Tatzmannsdorf, Bad Sauerbrunn und Stegersbach) haben seit 1980 dafür gesorgt, dass die Nächtigungszahlen – vor allem rund um die Thermen – rasant in die Höhe geschossen sind. Lag der Anteil der Thermennächtigungen im Jahr 1980 noch bei knapp 15 Prozent, so war er 2008 schon auf knapp 45 Prozent geklettert.

„Ohne Thermen würde das Burgenland bei den Nächtigungen eine Entwicklung verzeichnen, die im Österreich-Schnitt liegen würde – sogar etwas schlechter“, erklärt Studienautor Oliver Fritz. Im Vorjahr gingen fast die Hälfte der im Vorjahr rund 2,9 Millionen Nächtigungen auf Thermenorte zurück.

Thermenangebot wächst  schneller als die Nachfrage

Und nun die weniger gute Nachricht. Laut Fritz sei das Angebot an Thermen in Österreich stärker gestiegen als die Nachfrage. „Man kann wahrscheinlich schon fast von einer Marktsättigung ausgehen“, so Fritz. Sein Rat: „Weiter in die Standorte investieren“. Denn notwendig sei vor allem ein differenziertes Angebot für den Gast. Förderzusagen zum Ausbau der St. Martins Lodge, der Burgenlandtherme in Bad Tatzmannsdorf, der Therme Lutzmannsburg sowie für Stegersbach lägen laut Landeshauptmann Hans Niessl bereits vor. Und am 13. Dezember wird voraussichtlich der Verkauf der Therme Lutzmannsburg an die Immorent, die das Projekt für die irische Harte-Holding finanzieren soll, über die Bühne gehen.