Erstellt am 02. Dezember 2014, 10:50

Glatteis und Nebel machen Straßen gefährlich. Bei schwierigen Straßenverhältnissen ist angepasste Geschwindigkeit und entsprechendes Fahrverhalten das Um und Auf.

 |  NOEN, ÖAMTC
Derzeit ist auf Burgenlands Straßen besondere Vorsicht geboten. Bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt können Nebel, Nieselregen und Glatteis die Fahrbahn zu einem gefährlichen Abenteuer machen.

Bei Eis: Geschwindigkeit um 70 Prozent reduzieren

„Im dichten Nebel und bei Glatteis sind angepasste Geschwindigkeit und richtiger Abstand das Gebot der Stunde.“, erklärt ÖAMTC-Regionalleiter Rudolf Leeb. Bei Eis auf der Fahrbahn muss die Geschwindigkeit um 70 Prozent reduziert werden, damit der Bremsweg sich nicht ändert.

Auch bei Nebel ist die Fahrbahn feucht, der Bremsweg verlängert sich. Aufgrund der schlechten Sicht kann es mitunter sogar notwendig sein, Schritttempo zu fahren.

Tipps zum Fahren bei Nebel und Glatteis

Der ÖAMTC gibt folgende Tipps zum Fahren bei Nebel und Glatteis:

  • Vorausschauend fahren und Geschwindigkeit verringern: „Dadurch verschafft man sich einen Polster und kann auch in Notsituationen noch angemessen reagieren“, sagt der ÖAMTC-Regionalleiter. Im Nebel sollte man tunlichst rechts bleiben und keinesfalls überholen.

  • Abstand vergrößern: Gilt normalerweise ein Abstand von zwei Sekunden als ausreichend, so sollte bei Glatteisgefahr der Sicherheitsabstand drei bis vier Sekunden betragen.

  • Ruckartige Lenkbewegungen und Bremsmanöver vermeiden: Durch einen zu forschen Fahrstil kann man leicht die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.

  • Ablenkungen vermeiden: Gerade bei schwierigen Fahrbahnverhältnissen ist es wichtig, sich auf die Straße zu konzentrieren. Weder die Stimmung im Auto, noch Handy oder Navi dürfen in einer solchen Situation ablenken.

  • Richtige Beleuchtung: Bei schlechter Sicht ist das Motto „Sehen und gesehen werden“ das Um und Auf. „Bei leichtem Nebel reicht das Abblendlicht, wird die Nebelsuppe dicker, sollte man Nebelscheinwerfer und -schlussleuchte einschalten“, erklärt ÖAMTC-Regionalleiter Leeb. Das Fernlicht darf nicht eingeschaltet werden, weil es dadurch zu einem Spiegeleffekt kommt und der Fahrer sich selbst blendet.

  • Verhalten bei Unfall oder Panne: „Wenn irgend möglich, sollte das Fahrzeug unbedingt von der Straße gebracht werden. Geht das nicht, müssen alle Mittel zur Sichtbarmachung ausgeschöpft werden", appelliert Rudolf Leeb. Das bedeutet: Warnblinkanlage und Licht einschalten, Pannendreieck aufstellen und keinesfalls die Warnweste vergessen.

  • Adäquate Winterausrüstung: Das Auto muss für winterliche Straßenverhältnisse ausgerüstet sein.