Erstellt am 29. Februar 2016, 13:53

von APA/Red

Tourismus 2015 mit hauchdünnem Nächtigungsplus. Im Burgenland konnte der Tourismus im Vorjahr ein hauchdünnes Nächtigungsplus verbuchen.

 |  NOEN, Burgenland Tourismus / Peter Burgstaller
Die Übernachtungen stiegen um 0,1 Prozent auf 2,914.753. Die Gästeankünfte legten um ein Prozent auf den Rekordwert von 970.355 zu, gaben Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) am Montag in Eisenstadt bekannt.

Fortgesetzt habe sich der Trend in Richtung Qualität: Mehr als die Hälfte aller Urlauber entschieden sich für einen Aufenthalt in Vier- oder Fünfstern-Betrieben. Um zwölf Prozent zurück gingen hingegen die Übernachtungen im Bereich der Anbieter in der Kategorie mit einem oder zwei Sternen. 81,2 Prozent der Burgenland-Urlauber kamen aus Österreich, so Niessl. Während bei Übernachtungen von Gästen aus der Slowakei (+6%), Tschechien (+1,7%) und Ungarn (+0,5%) Zuwächse verzeichnet wurden, gingen jene von deutschen Urlaubern um 1,6 Prozent zurück.

Große Herausforderung: Sinkende Verweildauer

Mit 2,9 Mio. Nächtigungen sei man natürlich noch lange nicht "dort, wo wir hin wollen, aber der Trend geht einmal in die richtige Richtung und das ist grundsätzlich einmal erfreulich", meinte Petschnig. Eine große Herausforderung sei die weiter sinkende Verweildauer. Hier müsse man mit Packages gegensteuern, um die Menschen zu animieren, das volle Angebot des Burgenlandes zu konsumieren.

Der Tagestourismus wachse und bringe positive Wertschöpfung, erläuterte Burgenland Tourismus-Direktor Mario Baier. Der internationale Wettbewerb sei gekennzeichnet von sehr hohem Qualitätsanspruch der Gäste bei den Freizeitbetrieben und bei der Dienstleistung.

Tages- sollen zu Nächtigungsgästen werden

Ziel müsse es sein, aus Tagesgästen Nächtigungsgäste zu machen, so Petschnig. Während der Tagesgast im Schnitt 76 Euro Wertschöpfung bewirke, seien es beim Nächtigungsgast 123 Euro, berichtete der Landesrat.

"Wachstum ist ausnahmslos über eine Steigerung der Qualität beziehungsweise über neue Betriebe oder Modernisierung der bestehenden Betriebe möglich. Da wird es auch Impulse geben", meinte Niessl. In Qualität im Drei- bis Fünfsternbereich zu investieren, "genau das wünscht sich der Gast". Wenn jemand investiere, dann soll er auch dafür unterstützt werden.