Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Tourismusboom hält an. BILANZ 2010 / Die Tourismusverantwortlichen im Burgenland jubeln über Rekordnächtigungszahlen. Und der Erfolg setzt sich fort, denn einige neue Hotels sind in Planung.

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VON DORIS SEEBACHER

2,9 Millionen Nächtigungen im Vorjahr bedeuten für das Burgenland ein noch nie da gewesenes Rekordergebnis. „Um 44.050 Nächtigungen mehr als noch 2009“, jubeln Landeschef Hans Niessl und Landesrätin Michaela Resetar. Gestiegen sind vor allem die Inlandsnächtigungen. Die Ergebnisse in den Regionen sind jedoch unterschiedlich. Während die Region Rosalia massiv vom neu eröffneten „Sonnberghof“ profitiert, verzeichnete der Bezirk Jennersdorf ein Minus von 5,9 Prozent. Gesunken ist auch die Aufenthaltsdauer der Gäste, von 3,2 auf 3,1 Tage.

Wellness-Destination  Nummer eins

Dass sich das Burgenland als Wellnessland Nummer eins in Österreich etabliert hat, sieht man gut anhand der Preise, die die Vier- und Fünfsternehotels im Burgenland bereits verlangen können. So kostet eine Nacht in einem Viersternehotel durchschnittlich 149 Euro, während man im Steirischen Thermenland dafür nur 131 Euro bezahlt. Doch Burgenlands Gäste legen Wert auf Qualität, denn 43 Prozent aller Nächtigungen entfielen im Vorjahr auf Vier- und Fünfsternehotels.

Vor allem in Podersdorf  wird kräftig gebaut

Und der Erfolg soll sich fortsetzen, denn einige neue Projekte sind in Planung oder bereits in der Umsetzung. Am Nordstrand von Podersdorf entsteht um 24 Millionen Euro ein Viersterne-Trendsportzentrum mit mindestens 200 Betten. Projektentwickler Andreas Egger hat dafür bereits um Förderungen angesucht. Weinbauer Leo Hillinger plant ein modernes Appartementprojekt für Wassersportler – ebenfalls in Podersdorf. Kräftig umgebaut wird derzeit in Bad Tatzmannsdorf. Bereits im Mai soll dort das neue „Kurhotel 1“ der Kurbad AG eröffnet werden.

Burgenland-Tourismus präsentierte nun sein neues Leitbild für die Zukunft sowie eine Studie. „Innovative und neuartige Angebote sollen geschaffen werden“, so Burgenland-Tourismuschef Mario Baier. So wolle man mit einem neuartigen Wein/Kulinarik-Angebot am Markt verstärkt punkten, um das Burgenland als Kurzurlaubsziel noch attraktiver zu gestalten. Weiters bemühe man sich, Mängel zu beseitigen, denn gerade bei den Ein- bis Dreisternehotels gebe es noch großes Verbesserungspotential. Auf jeden Fall sollte das Ziel der Zukunft heißen: noch mehr Gäste, die noch länger im Burgenland bleiben.



ZAHLEN DER BEZIRKE
Neusiedler See + 1,5 *)
 Rosalia + 20,9
 Mittelburgenland - 1,2
 Oberwart - 0,7
 Güssing + 5,5
 Jennersdorf - 5,9
*) Veränderungen in Prozent