Erstellt am 16. August 2011, 12:50

Trenkwalder soll mittelfristig an die Börse gehen. Österreichs größter Zeitarbeits- und Personaldienstleister, die Trenkwalder International AG, soll an die Börse, teilte der neue deutsche Eigentümer der Gruppe, das Düsseldorfer Beratungs- und Investmenthaus Droege International, am Dienstag mit.

Österreichs größter Zeitarbeits- und Personaldienstleister, die Trenkwalder International AG, soll an die Börse, teilte der neue deutsche Eigentümer der Gruppe, das Düsseldorfer Beratungs- und Investmenthaus Droege International, am Dienstag mit. Per 12. August hat Droege eine "mehr als Dreiviertelmehrheit" an Trenkwalder übernommen, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der entsprechende Übernahmevertrag war bereits im April unterzeichnet worden, nun ist die Due Diligence abgeschlossen, Kartellbehörden und Aufsichtsratsgremien haben zugestimmt.

Die Pläne bezüglich Börsengang wollte man bei Trenkwalder auf Anfrage nicht konkretisieren. "Mittelfristig ist die Platzierung von Trenkwalder an der Wiener/Frankfurter Börse beabsichtigt", hieß es in der Aussendung lediglich. "Es geht nicht um Monate", meinte dazu eine Trenkwalder-Sprecherin.

Mit dem Einstieg der Droege Group sei auch eine "bedeutende" Finanzierungszusage der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich für die kommenden fünf Jahre getroffen worden, gab Trenkwalder weiter bekannt. Die RLB OÖ ist die Hausbank Trenkwalders.

Die neuen Eigentumsverhältnisse führen auch zu Änderungen in Vorstand und Aufsichtsrat. Unternehmensgründer und Chef Richard Trenkwalder zieht sich operativ zurück und wird als Ehrenpräsident Mitglied im Aufsichtsrat. Finanzvorstand Thomas Tschol verlässt das Unternehmen, ihm folgt Stefan Ulrich. Auch Vorstand Martin Lamprecht scheidet aus, neu ins Management ziehen Martin Jäger (CSO, Sales Officer) sowie Hans-Dieter Zaum (CIO, Information Officer) ein. Einzig der auch schon bisher für CEE zuständige Vorstand Hermann Mairhofer bleibt.

Trenkwalder-Aufsichtsratschef wird Georg Obermeier. Neben den bisherigen Kontrollorganen Verena Kiesling und Paul Töplitz als Arbeitnehmervertreter wurden darüber hinaus Dietmar Langer, Geschäftsführer der Droege Capital, und Walter Droege gewählt.