Erstellt am 17. April 2013, 00:00

Triumph streicht 350 Jobs. An vier Standorten /  Werk in Oberpullendorf sperrt zu, in Oberwart werden Arbeitsplätze abgebaut. Verhandlungen um Sozialplan laufen.

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Von Michaela Grabner

Das Triumph-Werk in Oberpullendorf, in dem 112 Frauen arbeiten, wird geschlossen; am Standort Oberwart werden 45 Arbeitsplätze abgebaut. Mit weltweit schwachen Umsatzprognosen und anhaltend rückläufigen Verkaufsaussichten wird vom Konzern begründet, dass Triumph Österreich die Produktionskapazitäten reduziert.

Betroffen sind 350 der 1.490 Mitarbeiter an allen vier Standorten in Oberpullendorf, Oberwart, Aspang und Wiener Neustadt. Konzernsprecher Olav Kratz betont, dass die Schließung des Werkes in Oberpullendorf nicht bedeute, dass alle Mitarbeiterinnen ihren Job verlieren. So werden teilweise Arbeiterinnen aus Oberpullendorf einen Job in Oberwart bekommen, das mit Wiener Neustadt zu einem Kompetenzzentrum für „Sloggi“, der zweitgrößten Unternehmensmarke, ausgebaut wird. „Nach Sozialplan wird entschieden, wer weiterbeschäftigt wird“, meint Kratz.

Die Verhandlungen um den Sozialplan zwischen Betriebsrat, Gewerkschaft und Management haben am Dienstag begonnen. Für ÖGB-Landesvorsitzenden Wolfgang Jerusalem ist ein Sozialplan kombiniert mit einer Arbeitsstiftung Verhandlungsbasis. „Wenn den Menschen aus nicht nachvollziehbaren Gründen schon Arbeitsplätze sowie Existenzgrundlagen genommen werden, dann fordern wir für sie maximale soziale Abfederung. Wir verlangen für jeden individuelle Lösungen“, so Jerusalem. Auch Triumph betont, man werde alles tun, dass die Mitarbeiter fair behandelt werden und ihr Ausscheiden möglichst geringe sozial nachteilige Folgen hat.

Wird geschlossen: Das Werk in Oberpullendorf. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 14.

BVZ