Erstellt am 06. Mai 2011, 13:08

Trockenheit lässt Österreichs Bauern zittern. Die extreme Trockenheit in weiten Teilen Österreichs lässt die österreichischen Bauern zittern: Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMAG) hat es in vielen Regionen in den vergangenen acht Monaten um 40 Prozent weniger Niederschlag im Vergleich zum langjährigen Mittel gegeben. Im April war die Niederschlagsmenge in Vorarlberg und Tirol sogar um 70 bis 80 Prozent geringer.

Die extreme Trockenheit in weiten Teilen Österreichs lässt die österreichischen Bauern zittern: Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMAG) hat es in vielen Regionen in den vergangenen acht Monaten um 40 Prozent weniger Niederschlag im Vergleich zum langjährigen Mittel gegeben. Im April war die Niederschlagsmenge in Vorarlberg und Tirol sogar um 70 bis 80 Prozent geringer.

"Wenn es in den nächsten zwei Wochen nicht deutlich regnet, kommt es zu irreversiblen Ernteschäden", sagte RWA-Getreidemanager Ernst Gauhs im Gespräch mit der APA. Bei Weizen, Mais, Raps und anderen Ackerfrüchten könne man nur punktuell bewässern. Man stehe damit "knapp vor dem Beginn ernsthafter Probleme". Auswirkungen auf die Ernte 2011 seien derzeit aber noch nicht abschätzbar, so Gauhs.

Vor allem zwischen dem Tiroler Unterland und dem Innviertel hat es in den vergangen Monaten sehr wenig geregnet, am stärksten betroffen sind Salzburg und Oberösterreich. Eine ähnliche Trockenperiode gab es laut ZAMAG seit 1975 nicht mehr. In Kufstein hat es statt der durchschnittlichen 703 Liter pro Quadratmeter zwischen September und April nur 414 Liter Niederschlag gegeben. In Ried im Innkreis regnete es statt der üblichen 540 nur 316 Liter.

Etwas besser sieht es für den Gemüsebau aus. "Seit Anfang April wird bewässert", sagte Stefan Hamedinger, Geschäftsführer des oberösterreichischen Gemüsebauverbands. Für die Gemüsebauern werde es nur ein Problem, wenn es die nächsten zwei Monate "staubtrocken bleibt". Die künstliche Bewässerung koste die Gemüsebauern aber einiges an Geld. "Bewässern heißt Geld ausgeben." Die trockenen Bedingungen mit gleichzeitiger Bewässerung hätten viele Gemüsesorten ideal wachsen lassen. Dadurch gebe es jetzt ein Überangebot an Gemüse, zum Beispiel bei Salaten. Auch die Spargelernte sei "sensationell".

Für die Weinbauern ist die Trockenheit derzeit noch kein Problem: "Die Trockenheit ist derzeit kein Thema, eher Frost", hieß es aus der Landwirtschaftskammer. Die Weinreben sind Tiefwurzler und erst sehr spät von einer Trockenperiode betroffen.