Erstellt am 26. Mai 2012, 19:58

TUI rät Griechenland-Urlaubern zu Euro-Reserven. Angesichts der Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone empfiehlt der Reiseveranstalter TUI besorgten Touristen, zusätzliche Euro-Reserven in das südeuropäische Krisenland mitzunehmen.

"Urlauber, die sich selbst versorgen und etwas auf eigene Faust unternehmen, sollten etwas mehr Euro-Bargeld mitnehmen," rät Deutschland-Manager Markus Bruchmüller auf der TUI-Internetseite. Damit könnten sie vorsorgen, falls die Versorgung mit Drachmen bei einem Ausstieg des Landes aus dem Euro nicht flächendeckend gesichert sei. Eine Sprecherin von TUI Deutschland erklärte, mit dem Ratschlag reagiere man auf Anfragen besorgter Kunden. Seit die Debatte über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone wieder aufgeflammt sei, sorgten sich Urlauber darum, was in diesem Falle mit ihrem Geld passieren würde. Ein Ökonom der britischen Bank Barclays hatte vor kurzem gewarnt, Touristen müssten mit Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Sprit rechnen, sollte Griechenland den Euro aufgeben. Zudem könne die Ein- und Ausfuhr von Bargeld beschränkt werden.

Die Griechenland-Buchungen sind zuletzt um gut ein Drittel eingebrochen - trotz Preisnachlässen und Sonderaktionen der Reiseveranstalter. Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes, jeder fünfte Arbeitsplatz im Land hängt davon ab. Am Freitag hatte die griechische Notenbank erklärt, die Einnahmen aus dem Tourismus hätten im ersten Vierteljahr rund 15 Prozent unter dem Vorjahr gelegen. Die Zahl der Urlauber, die vor allem aus Deutschland und Großbritannien kommen, sei um knapp zwölf Prozent zurückgegangen.