Erstellt am 27. März 2012, 14:18

Tyrolean-KV - ÖGB und Tyrolean-Betriebsräte bleiben uneins. Der Streit zwischen Transportgewerkschaft vida und dem Betriebsrat der AUA-Tochter Tyrolean geht weiter.

ÖGB-Chef-Erich Foglar pocht weiterhin auf einen gemeinsamen Konzern-Kollektivvertrag für AUA und Tyrolean und sieht hier eine gemeinsame Vorgehensweise der Betriebsräte der beiden Airlines. "Ziel ist ein Konzern-KV auf Augenhöhe", betonte Foglar am Dienstag vor Journalisten. Eine Aufhebung der Kündigung des Tyrolean-KV gebe es nicht.
 
Kurz zuvor hatte hingegen Thomas Blaska, Vorsitzender der Personalvertretung Tyrolean Board, nach Ende der vormittäglichen Sondierungsgespräche mit Foglar noch einmal betont, dass es keine Einigung gebe und nach wie vor die "gemeinsame Augenhöhe" fehle. Die Mitteilung, dass die Kündigung des Tyrolean-KV auch nach den Sondierungen nicht zurückgenommen wurde, wurde von den angereisten Tyrolean-Mitarbeitern mit Buh-Rufen quittiert. Blaska hat morgen Mittwoch um 16:00 Uhr zu einer eigenen Pressekonferenz am Flughafen geladen.
 
Foglar meinte Dienstagnachmittag auf Nachfrage, dass er keinen Konflikt zwischen der GPA, der ein erheblicher Teil der Tyrolean-Betriebsräte angehören, und der Transportgewerkschaft vida sowie dem ÖGB sieht. Die anwesenden Betriebsräte von AUA und Tyrolean hätten bei einer nächtlichen Sitzung von Montag auf Dienstag an einem Strang gezogen, dies sei auch schriftlich festgehalten worden.
 
Was passiert, wenn morgen die Tyrolean-Mitarbeiter in ihrer Pressekonferenz ihre Ablehnung der Kündigung des Tyrolean-KV noch einmal bestätigen, ließ Foglar offen.
 
Um 10:00 Uhr hatten sich heute rund 120 Mitarbeiter der AUA-Tochter vor der ÖGB-Zentrale in Wien eingefunden, um ihrem Ärger über die KV-Kündigung Luft zu machen. Sie zeigten sich entschlossen, für ihren Kollektivvertrag zu kämpfen und quittierten Aussagen des ÖGB durchwegs mit Buh-Rufen und Trillerpfeifen.