Erstellt am 19. Mai 2012, 13:13

UniCredit lässt Moody's-Herabstufung kalt. Die Großbank UniCredit rechnet nach dem Rundumschlag der Rating-Agentur Moody's gegen italienische Geldhäuser nur mit begrenzten Belastungen. "Wir sind in puncto Kapitalausstattung und Liquidität eine der stärksten Banken in Europa", sagte der Chef der Mailänder Bank-Austria-Mutter, Federico Ghizzoni.

Der negative Effekt bei der Refinanzierung werde fast null sein, so der Bankchef. Die Bonitätsnote sei momentan nicht das entscheidende Kriterium für die Märkte. Anders als viele andere Häuser sei die UniCredit zudem nur um eine Note nach unten gestuft worden. Ansonsten waren es teilweise vier Stufen.

Die UniCredit-Gruppe, zu der neben der Bank Austria u.a. auch die HypoVereinsbank (HVB) gehört, hatte vergangenes Jahr nach einem Mega-Verlust 7,5 Milliarden Euro frisches Kapital aufgenommen und steht seitdem wieder ordentlich da. Außerdem haben sich die italienischen Banken besonders stark bei den Liquiditätsspritzen durch die Europäische Zentralbank (EZB) bedient.

Angesprochen auf die sich wieder verschärfende Krise in der Euro-Zone, kritisierte Ghizzoni das schuldengeplagte Griechenland: "Die Probleme werden nicht richtig gemanaged." Seit Jahren gehe es nicht vorwärts. Man müsse nun die Wahlen im Juni abwarten. Ghizzoni wollte sich nicht festlegen, ob Griechenland aus der Euro-Zone austreten wird. Er deutete jedoch an, dass die Folgen verkraftbar sein könnten.