Erstellt am 21. September 2011, 09:15

UNIQA baut 600 Stellen ab, 200 davon in Wien. Der börsenotierte UNIQA-Versicherungskonzern will europaweit binnen drei Jahren rund 600 Stellen in der Verwaltung abbauen, beginnend mit 200 Stellen in der Zentrale in Wien innerhalb der nächsten zwölf Monate. 80 Mio. Euro sollen durch die Personalmaßnahmen eingespart werden.

Das Unternehmen packt die gesamten Kosten für die Neuausrichtung der Gruppe gleich in die Bilanz 2011.

Für heuer rechnet UNIQA mit rund 190 Mio. Euro an Einmalaufwendungen, die das Konzernergebnis für 2011 voraussichtlich auf eine "schwarze Null" drücken, sofern es keine weitere negative Entwicklung auf den Kapitalmärkten gibt, teilte das Unternehmen Mittwochfrüh mit. 80 Mio. Euro davon sollen Personalmaßnahmen abfedern.

Die Einmalaufwendungen würden zur Gänze im Abschluss 2011 abgebildet und aus dem operativen Ergebnis finanziert. In den künftigen Jahren würden keine weiteren signifikanten Belastungen aus dem Titel der Konzern-Neuausrichtung erwartet, hieß es im Vorfeld eines Pressegesprächs des seit Sommer neuen CEO Andreas Brandstetter. In Summe würden rund 190 Mio. Euro an Einmalaufwendungen im 4. Quartal 2011 wirksam.

Die größten Teile der Einmalaufwendungen entfallen laut Ad-hoc-Mitteilung mit je rund 80 Mio. Euro auf Rückstellungen für die soziale Abfederung dieser Personalmaßnahmen sowie auf bilanzielle Vorsorgen im Beteiligungsbereich. Der Abbau von 600 Stellen in Europa entspricht 7 Prozent der Verwaltungsjobs, in der Zentrale in Wien ist jeder fünfte betroffen. Insgesamt zählt die UNIQA-Gruppe rund 15.000 Mitarbeiter. Ebenfalls enthalten ist in den 190 Mio. ao Aufwand ferner - neben anderen Investments - eine zusätzliche Dotierung der UNIQA-Mitarbeiter-Pensionskassenlösung mit rund 30 Mio. Euro aufgrund der Ausweitung des Berechtigtenkreises.