Erstellt am 29. August 2012, 09:07

UNIQA steigerte EGT im Halbjahr um 43,2 Prozent. Die börsenotierte UNIQA Group steigerte im ersten Halbjahr den Gewinn deutlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich um 43,2 Prozent auf 106,5 Mio. Euro, teilte die UNIQA im Vorfeld der Halbjahrpressekonferenz ad hoc mit.

Der Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten stieg um 67,1 Prozent auf 57,3 Mio. Euro. Darin enthalten sei das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (aufgrund des Verkaufs der deutschen Mannheimer Gruppe) in Höhe von 8,9 Mio. Euro. Deutlich reduziert wurde das PIIGS-Exposure. Die gesamten verrechneten Prämien - inklusive der Sparanteile aus der fondsgebundenen Lebensversicherung - sanken um 2,4 Prozent auf 2,86 Mrd. Euro. Hier schlage sich der branchenweite Rückgang bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung nieder - vor allem in Italien und Ungarn. Die laufenden Prämien stiegen um 0,8 Prozent auf 2,58 Mrd. Euro.

Das Portfolio von Staatspapieren in den sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien) sei in den ersten sechs Monaten 2012 um 45 Prozent verringert worden - von einem Nominalwert von 2,045 Mrd. Euro per Ende 2011 auf 1,122 Mrd. Euro zum 30. Juni 2012. Der Bestand an griechischen und portugiesischen Schuldtiteln sei vollständig verkauft worden. Der größte Teil des verbliebenen Portfolios bestehe aus Investments in Italien (727 Millionen Euro), die einen direkten Bezug zum italienischen Lebensversicherungsgeschäft der UNIQA hätten.

Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung stieg im Halbjahr 2012 wegen mehr Großschäden auf 100,7 (99,9) Prozent, vor Rückversicherung waren es 97,5 (96,9) Prozent. Die Versicherungsleistungen im Eigenbehalt sanken um 0,6 Prozent auf 1,897 Mrd. Euro.

Die Kapitalanlagen inklusive der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung betrugen per Ende Juni 24,85 Mrd. Euro, nach 24,6 Mrd. Euro Ende Dezember 2011. Die Netto-Erträge aus Kapitalanlagen stiegen um 51,8 Prozent auf 403,4 Mio. Euro.