Erstellt am 22. Februar 2013, 10:57

UNIQA verdiente 2012 etwas besser als erwartet. Der börsenotierte UNIQA-Vesicherungskonzern hat voriges Jahr etwas mehr Gewinn eingefahren als von Analysten erwartet.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag mit 205,4 Mio. Euro über den im Schnitt prognostizierten 198 Mio. Euro. Das Konzernergebnis übertraf mit 130,2 Mio. Euro ebenfalls die Vorhersage von 128 Mio. Euro.

Nach dem durch Hellas-Abschreibungen geprägten Verlustjahr 2011 habe man "2012 das geschafft, was wir uns vorgenommen haben, das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", erklärte CEO Andreas Brandstetter am Freitag. Das EGT-Ziel für 2012 hatte seit Herbst auf 200 Mio. Euro gelautet, davor hieß es, man wolle zumindest die 141,8 Mio. EGT des Jahres 2010 übertreffen; 2011 war diese Kennziffer mit 322,3 Mio. Euro im Minus gelegen, das Konzernergebnis bei minus 245,6 Mio. Euro.

Bei den Prämieneinnahmen hat der UNIQA-Konzern im Schlussquartal noch zulegen können und daher im Gesamtjahr 2012 bei den laufenden Prämien ein Plus von 1,5 Prozent auf 5,010 Mrd. Euro erzielt. Die gesamten verrechneten Prämien (ebenfalls samt Sparanteilen der Fonds- und Indexpolizzen) stiegen leicht um 0,2 Prozent auf 5,543 Mrd. Euro. Bis Ende September waren die verrechneten Prämien im Jahresabstand noch um 2,1 Prozent gesunken.

Nach der Rückkehr in die Gewinnzone soll für 2012 eine Dividende von 0,25 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, dies werde dem Aufsichtsrat und der für Ende Mai geplanten Hauptversammlung vorgeschlagen. 2011 war die Dividende ausgefallen, und für 2010 waren 0,40 Euro/Aktie gezahlt worden. Die UNIQA-Titel notierten an der Börse zuletzt mit 10,95 Euro.

Für das Jahr 2013 sieht der UNIQA-Chef seine Konzern "gut aufgestellt". Vom geplanten Stellenabbau um insgesamt 600 in der Gruppe seien wie geplant bis Ende 2012 in der Wiener Zentrale 200 Jobs weggefallen. Wo die übrigen 400 Jobs konzernweit abgebaut werden sollen, wolle man heuer definieren, wie vorgesehen orientiert an der jeweiligen regionalen Produktivität.