Erstellt am 16. November 2012, 11:26

Unternehmen vermissen Vorgaben zum Klimaschutz. Die heimischen Unternehmen vermissen klare Vorgaben seitens der Politik zum Klimaschutz.

Das ist das Ergebnis der Studie "Wirtschaftsbarometer Klimaschutz ", die der Wirtschaftsberater KPMG gemeinsam mit dem WWF erstellt hat. Demnach sind 80 Prozent der Befragten überzeugt, dass sich ökologische Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen wirtschaftlich rentiert. Aber nicht einmal die Hälfte davon (37 Prozent) verfolgt interne Nachhaltigkeitsprogramme mit quantitativen Zielen und klaren Verantwortungsbereichen. Es bestehe Handlungsbedarf für die Politik, was den Klimaschutz in der Wirtschaft anbelangt, schlussfolgert der WWF zu den Studienergebnissen. Die Hälfte der Unternehmen hält negative Auswirkungen auf den eigenen Betrieb durch die Folgen des Klimawandels für wahrscheinlich.

Die Studienergebnisse seien besonders im Hinblick auf die in einer Woche startende und für ein Kyoto-Folgeabkommen entscheidende Weltklimakonferenz in Doha interessant, erklärte Gerald Steindlegger, Geschäftsführer des WWF Österreich, am Freitag. Als konkrete Vorgabe erachten 85 Prozent der Studienteilnehmer es als sinnvoll, die CO2-Reduktion von 20 auf 30 Prozent bis zum Jahr 2020 anzuheben. Die Hälfte der Befragten allerdings unter der Voraussetzung, dass keine Wettbewerbsnachteile gegenüber Nicht-EU-Staaten entstehen.

In der Mehrheit der Unternehmen gibt es für die ökologische Nachhaltigkeit vorwiegend qualitative Ziele. Bei sieben Prozent der Befragten wird derzeit kein Nachhaltigkeitsprogramm umgesetzt.