Erstellt am 30. Oktober 2011, 11:18

Unterschiedliche Prämien bei Austro Control. Die Belegschaft der heimischen Flugsicherungsbehörde Austro Control wehrt sich gegen "Ungleichbehandlungen" innerhalb der Belegschaft und wird am kommenden Montag auf den Flughäfen Wien, Graz, Klagenfurt und Linz Betriebsversammlungen abhalten.

"Verspätungen im Luftraum können deshalb nicht ausgeschlossen werden", teilte der Betriebsratsvorsitzende Norbert Payr am Sonntag mit.

Payr wirft der Austro Control-Geschäftsleitung vor, einen Keil zwischen die Beschäftigten treiben zu wollen. Stein des Anstoßes ist eine angebliche Ungleichbehandlung bei der Auszahlung von Prämien für die Steigerung der Pünktlichkeit im Luftverkehr in den Sommermonaten, die heuer nur mehr rund einem Viertel der Beschäftigten in der Flugsicherung zugebilligt worden sei.

"Drei Viertel der Belegschaft fühlen sich ungerecht behandelt und fragen sich, warum ihre Leistung auf einmal weniger wert sein soll." Das betonte Payr, Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses Flugsicherung in der Gewerkschaft vida.

In den Sommermonaten konnten die Verspätungen laut Payr durch Überstunden um zumindest 70 Prozent und an einzelnen Flugsicherungsstandorten sogar um bis zu 100 Prozent reduziert werden. "Weniger erfreulich ist dann natürlich aus Sicht der Kolleginnen und Kollegen, wenn gerade denjenigen, die eine 100-Prozent Erfolgsquote aufweisen konnten, die Prämie gestrichen wird", sagte Payr. Er verlangte deshalb vom Management Aufklärung, "warum diese Kollegen für ihre Spitzenleistungen bestraft werden". Ein derartiges Handeln sei völlig absurd und absolut leistungsfeindlich.