Erstellt am 06. April 2012, 11:37

VCÖ kritisiert falsche Auto-Verbrauchsangaben. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) rechnet vor, dass falsche Verbrauchsangaben durch die Autoindustrie den heimischen Autofahrern im Jahr Mehrkosten von 740 Mio. Euro verursachen.

"Der bestehende Test-Fahrzyklus, der den Normverbrauch feststellt, ist veraltet und realitätsfern. Der Mehrverbrauch liegt im Durchschnitt um 15 Prozent über den Normverbrauchsangaben", so VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Bei den Tests dürfen demnach zahlreiche Spritfresser wie Klimaanlage oder Heizung ausgeschaltet werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h und das nur für wenige Sekunden "nach extrem langsamer Beschleunigung". Auf Basis von Daten der Statistik Austria hat der VCÖ errechnet, dass Autofahrende pro Jahr rund 210 Millionen Liter Benzin sowie rund 310 Millionen Liter Diesel mehr in ihre Autotanks füllen müssen als die Herstellerangaben erwarten ließen. Im Bundesländervergleich zeige sich, dass Niederösterreichs Autofahrer die höchsten Mehrkosten für zusätzlichen Sprit tragen, so Gansterer.