Erstellt am 27. Dezember 2012, 09:12

VCÖ: Ölpreis hat sich in zehn Jahren vervierfacht. Der jährliche Durchschnittspreis für Erdöl hat sich seit dem Jahr 2005 verdoppelt, gegenüber dem Jahr 2002 vervierfacht und gegenüber 1998 sogar verneunfacht, rechnete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vor.

Drei Viertel des Ölverbrauchs gehen demnach in den Verkehr. Der Club fordert eine Energiewende, die durch Verkehrsvermeidung und -verlagerung sowie Verbrauchsreduktion erreicht werden soll.

"Durch strengere Vorgaben an die Autohersteller soll das 3-Liter Auto zum Standard werden, derzeit verbraucht ein Pkw in Österreich im Schnitt 6,8 Liter pro 100 Kilometer", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Die Einschätzungen über die mittelfristige Tendenz am Ölmarkt gehen weit auseinander. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) erwartet sinkende Ölpreise, weil in den USA neue Vorkommen erschlossen werden und der Ölmarkt weltweit gut versorgt ist. Tatsächlich sind die US-Importe gesunken und der Preis für nordamerikanisches Öl ist deutlich niedriger als in Europa.

Der Hamburger Ölexperte Steffen Bukold ist dennoch skeptisch. Er findet die IEA-Prognosen zu optimistisch. "Das Jahr hat gezeigt, dass auch in entspannten Marktphasen der Ölpreis in Europa kaum mehr unter 100 Dollar fällt", meint er. "Beim aktuellen Preis von 109 Dollar kann es eigentlich nur aufwärts gehen."