Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Verärgerung über Klage. BANK BURGENLAND / Die Kärntner Hypo Alpe-Adria fordert per Klage eine Sonderdividende in Höhe von 20,7 Millionen zurück.

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Bereits im Vorjahr wurde die Bank Burgenland von der Hypo Alpe Adria Kärnten aufgefordert, eine Dividende in der Höhe von 20,7 Millionen Euro zurückzuzahlen, mit der Begründung, diese sei unrechtmäßig geflossen. GRAWE-Vorstand Othmar Ederer war damals im Aufsichtsrat der Hypo Alpe Adria, die Bank Burgenland war Aktionär.

Die GRAWE (Grazer Wechselseitige Versicherung) verweigerte die Rückzahlung. Bank Burgenland-Vorstand Gerhard Nyul meinte damals in einem Interview mit der BVZ: „Wir sind der Meinung, dass diese Sonderdividende in einer Hauptversammlung beschlossen wurde, interessanterweise vom damaligen zukünftigen Eigentümer, der Bayrischen Landesbank.“

Nun liegt der BVZ die Klage vor, in der die Hypo-Bank-Burgenland und GRAWE-Vorstand Ederer als beklagte Parteien genannt werden. Inhalt: Kurz vor dem Verkauf der Mehrheitsanteile an die Bayern LB sei der Verkaufsprozess beschleunigt worden, um die Dividendenzahlung zu ermöglichen. Der Gewinn soll vorgetäuscht und Bilanzierungsvorschriften sollten verletzt worden sein.

GRAWE hat bis dato keine  Klagsschrift bekommen

GRAWE-Vorstand Othmar Ederer zeigt sich sehr verärgert: „Ich habe vor zehn Tagen von dieser Klage über die Medien erfahren. Die Klagsschrift selbst ist uns jedoch noch immer nicht zugestellt worden.“ Er betont jedoch, dass damals alles völlig zu Recht vonstatten gegangen sei. Und: „Seit wir bei der Bank Burgenland eingestiegen sind, haben wir bewiesen, dass wir das Institut entsprechend erfolgreich weiterentwickelt haben“, so Ederer abschließend.